Montag, 29. April 2019

Italien lässt Migranten aus Libyen evakuieren

Italien hat nach UNO-Angaben als erstes Land seit dem Ausbruch der neuen Kämpfe in Libyen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland evakuieren lassen. Die 146 Männer und Frauen kamen am Montag mit einem Flugzeug an einem Militärflughafen in der Nähe von Rom an, wie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mitteilte.

Italien reagierte als erstes EU-Land auf neuerliche Kämpfe in Libyen. - Foto: APA (AFP)
Italien reagierte als erstes EU-Land auf neuerliche Kämpfe in Libyen. - Foto: APA (AFP)

Es sei nun von „größter Bedeutung, dass auch andere Staaten ähnliche Gesten der Großzügigkeit umsetzen”, erklärte UNO-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi. Die Evakuierung sei zusammen mit dem libyschen Innenministerium und den italienischen Behörden koordiniert worden. Unter den Migranten waren 46 Kinder, die von ihren Familien getrennt sind. Die Menschen stammen nach Medienangaben aus Äthiopien, Eritrea, Somalia, Sudan und Syrien.

Libyen ist ein Transitland für Tausende von Migranten. Die Geflüchtete lebten dort in Lagern schon vor dem neuen Gewaltausbruch oft unter unmenschlichen Umständen. Nun seien mehr als 3300 Menschen in den Lagern wegen der Kämpfe in unmittelbarer Gefahr, so UNHCR.

apa/dpa

stol