Um irreguläre Migration wirksam einzudämmen, reiche es jedoch nicht aus, erst einzugreifen, wenn die Überfahrten bereits begonnen oder Migranten die italienische Küste erreicht hätten, argumentierte der Innenminister laut Medienangaben. Ziel müsse es sein, gefährliche Überfahrten bereits im Vorfeld zu verhindern.<h3> Dialog mit den Ländern des südlichen Mittelmeeres</h3>Dafür habe Italien in den vergangenen Jahren den Dialog mit den Ländern des südlichen Mittelmeeres intensiviert. Die Zusammenarbeit müsse dabei die unterschiedlichen politischen und sozialen Gegebenheiten der einzelnen Staaten berücksichtigen. Zugleich müsse Migration aus Sicht der italienischen Regierung stärker gemeinsam mit den nordafrikanischen Transitländern gesteuert werden. Es müssten auch Alternativen geschaffen werden, die Menschen dazu bewegten, in ihren Herkunftsländern zu bleiben oder dorthin zurückzukehren.<BR /><BR />Als Beispiel nannte der parteilose Minister die Zusammenarbeit bei freiwilligen und unterstützten Rückkehrprogrammen. In den vergangenen zwei Jahren seien rund 65.000 Migranten bei der freiwilligen Rückkehr aus Tunesien, Libyen und Algerien in ihre Herkunftsländer in Subsahara-Afrika unterstützt worden. Die Projekte würden gemeinsam mit internationalen Organisationen umgesetzt.<BR /><BR />Darüber hinaus will Italien die Zusammenarbeit entlang der gesamten Migrationsrouten ausbauen. Piantedosi verwies auf politische und operative Kontakte unter anderem zu Bangladesch, Pakistan, Katar, Mauretanien, Niger, Senegal, Kenia und Somalia. Ziel sei eine Kooperation, die nicht erst auf der letzten Etappe vor dem Mittelmeer ansetze, sondern entlang der gesamten Route bis nach Europa.