Dies kündigte der Sonderbeauftragte für die Afrikanische Schweinepest (ASP), Giovanni Filippini, an. <b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />„Wir werden genaue Angaben zu den Gebieten machen, die wir überwachen und in denen wir die Käfige für den Wildschweinfang aufstellen. Dies wird mit der Armee, der Polizei, dem Zivilschutz und spezialisierten Unternehmen geschehen“, sagte Filippini bei einer Fragestunde im Parlament in Rom. Landwirte sollen bei der Bekämpfung der Plage ebenfalls aktiv eingebunden werden. Eingerichtet werden auch Schlachthöfe für die separate Tötung von Wildschweinen. Die Regierung will zusätzliche Tierärzte einsetzen, die sich bei der Bekämpfung der Schweinepest engagieren sollen. <BR /><BR />Eine Million Wildschweine will Italien auch mit Hilfe des Heeres in den nächsten drei bis fünf Jahren töten und damit die Population um 60 bis 80 Prozent reduzieren. <BR /><BR />Um die Autofahrer und den Verkehr zu schützen, werden entlang wichtiger Verkehrsachsen Barrieren aufgestellt, um Wildschweine zu stoppen. Dementsprechende Vereinbarungen will die Regierung mit den Autobahnkonzessionären unterzeichnen.<BR /><BR />Der Präsident des Landwirtschaftsverbands Coldiretti, Ettore Prandini, fordert eine Entschädigung für die von der Schweinepest betroffenen Viehzucht-Betriebe: „Neben dem direkten Schaden, der durch den Verlust von Tieren entstanden ist“, so Prandini, „müssen wir auch den indirekten Schaden berücksichtigen, da die Betriebe gezwungen sind, alle Aktivitäten, einschließlich der Wiederaufstockung der Bestände, vollständig zu unterbrechen“, betonte er.<BR /><BR />Auch die Gegend um Parma in der norditalienischen Region Emilia Romagna, die den bekannten Parma-Schinken produziert, ist schwer betroffen. Insgesamt generiert Italiens Wurst- und Schinkenproduktion einen Umsatz von 20 Milliarden Euro, davon 2,1 Milliarden Euro durch Ausfuhren. 10 Millionen Schweine werden gezüchtet. Das Konsortium der Produzenten des renommierten Parmaschinken, eine Spitzenprodukt der italienischen Gastronomie, hat wegen der geringeren Verfügbarkeit von Schweinefleisch aufgrund der hohen Zahl von Schlachtungen Alarm geschlagen. Zugleich steigen die Preise an.