Dienstag, 22. März 2022

Italien setzt ukrainische Ärzte in seinen Spitälern ein

Ukrainische Ärzte und Krankenpfleger können bis zum 4. März 2023 vorübergehend ihren Beruf in Italien ausüben. Dies geht aus einer Verordnung der italienischen Regierung hervor, die am Dienstag in Kraft getreten ist. Ärzte und Krankenpfleger können in öffentlichen oder privaten Gesundheitseinrichtungen auf Grundlage einer im Ausland erworbenen und durch EU-Richtlinien geregelten Qualifikation ihren Beruf ausüben. Möglich sei eine befristete Anstellung oder freie Mitarbeit.

Ärzte aus der Ukraine können ab sofort in Italien arbeiten. - Foto: © Shutterstock

„Dies ist eine großartige Nachricht und eine positive Gelegenheit, sowohl für die ukrainischen Ärzte als auch für uns. Genaue Zahlen liegen nicht vor. In den nächsten Tagen werden wir eine Vorstellung davon haben, wie viele Ärzte eingesetzt und wann sie mit der Arbeit beginnen können“, sagte der Staatssekretär für Gesundheit, Andrea Costa, im Interview mit dem TV-Kanal Sky Tg24. Das ukrainische Gesundheitspersonal kann ab sofort in Italien arbeiten.

Italien hat mit einem starken Abgang von Spitalsärzten zu kämpfen. Unter dem Druck der Pandemie haben viele Ärzte in öffentlichen Einrichtungen die Spitäler verlassen, um freiberuflich zu arbeiten. Viele entschlossen sich für die Frühpension. Die ukrainischen Fachkräfte sollen die fehlenden Posten nun ersetzen.

Das italienische Gesundheitspersonal ist auch wegen des Abzugs nicht geimpften Personals aus den Kliniken überbelastet. In Italien sind 2254 Ärzte und Zahnärzte vom Dienst suspendiert worden, weil sie sich trotz gesetzlicher Pflicht nicht gegen das Coronavirus impfen ließen.

apa/stol

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