<b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Die Ära von „IT Wallet“ hat offiziell begonnen. Seit Mittwoch können die Italiener auf den „IT Wallet“ zugreifen. Über die App „IO“ können sie damit immer Führerschein, Gesundheitskarte und gegebenenfalls den europäischen Behindertenausweis in digitaler Form zur Hand zu haben. In Zukunft soll die digitale Brieftasche noch weiter ausgebaut werden.<BR /><BR /> Die App „IO“ ist ein Open-Source-Projekt, das mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, Behörden und Bürgern einen einheitlichen Kanal zur Verfügung zu stellen, über den sie auf alle digitalen öffentlichen Dienstleistungen zugreifen können.<h3> „Eine echte digitale Revolution“</h3>„Mit der ersten Phase des IT-Wallets beginnt eine echte digitale Revolution für unser Land“, sagte der für technologische Innovation zuständige Staatssekretär Alessio Butti. <BR /><BR />„Dank der Möglichkeit, ihre Dokumente in digitaler Form zu erhalten, wie z.B. den Führerschein, die Gesundheitskarte und den Europäischen Behindertenausweis, werden die Bürgerinnen und Bürger, wenn sie es wünschen, über eine Innovation verfügen, die die Beziehungen zwischen dem Staat, den Italienern und den Unternehmen vereinfacht und neue Perspektiven für die Entwicklung der öffentlichen und privaten Dienstleistungen eröffnet“, erklärte Butti. <BR /><BR />„Nach 2 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten Institutionen unseres Landes gehen wir von einer experimentellen Phase zu einer konkreten Innovation über, die für alle zugänglich sein wird. Diejenigen, die dies wünschen, werden weiterhin die Dokumente auf traditionelle Weise verwenden können“, so Butti.<h3> Skepsis unter den Bürgern</h3> Der Enthusiasmus des Ministers stößt jedoch auf Skepsis bei vielen Italienern, die über die digitale Innovation nicht begeistert sind. Trotz der Verbreitung des SPID und des elektronischen Personalausweises (CIE) hat Italien Schwierigkeiten, die im Konjunkturplan PNRR enthaltenen Ziele für die Verbreitung der digitalen Identität zu erreichen, geht aus den neuesten Daten des Observatoriums für digitale Identitäten der Mailänder Polytechnik hervor. Nur 6,1 Millionen Italiener haben bisher den elektronischen Personalausweis aktiviert. <BR /><BR />Das Ziel, bis Juni 2026 42,3 Millionen digitale Identitäten zu erreichen, wie es im PNRR-Plan vorgesehen ist, rückt damit in weite Ferne. Den Daten zufolge befindet sich der elektronische Personalausweis, das Instrument, auf das sich die Regierung beim Übergang zur „digitalen Brieftasche“ am meisten verlässt, in den Händen von 47,5 Millionen Bürgern, aber die digitale Version über die CieId-App wird lediglich von 6,1 Millionen Nutzern verwendet. <BR /><BR /> Von Jänner bis September 2024 wurde der SPID 862 Millionen Mal genutzt, um auf alle Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung zuzugreifen, ein Anstieg von nur 7 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023. Von Januar bis September 2024 gab es nur 52 Millionen Zugriffe auf den elektronischen Personalausweis über CieId. Zu den Faktoren, die die Verbreitung dieses Instruments einschränken, gehören die wenigen zugänglichen Dienste, aber vor allem die Vertrautheit der Nutzer mit SPID.