Italien will 153 Millionen Euro für 2022 und 21 Millionen für 2023 locker machen, um Italiens Beteiligung an der von der NATO zu aktivierenden „High Readiness Force“ (Höchste-Alarmbereitschafts-Truppe) zu finanzieren. Außerdem soll der Einsatz von Italiens Zivilschutz im Ausland ermöglicht werden. <BR /><BR /> Draghi stellt der NATO rund 3400 zusätzliche Soldaten für die Sicherung im Osten zur Verfügung. Etwa 1400 Männer und Frauen könne das Verteidigungsministerium in Heer, Marine und Luftwaffe aufbieten, dazu kämen 2000 weitere Personen des Militärs.<BR /><BR />Vorgesehen ist auch die Wiederinbetriebnahme von Kohlekraftwerken in Notfällen. Damit soll Italiens Abhängigkeit von russischen Gasimporten reduziert werden, die derzeit 45 Prozent des Gesamtbedarfs des Landes decken.<BR /><BR /><b>Energie: Verhandlungen mit Algerien</b><BR /><BR /> Außenminister Luigi Di Maio reiste am Montag mit einer Delegation, der auch der Chef des Energiekonzerns ENI, Claudio Descalzi, angehörte, nach Algerien. Italien wolle die bilaterale Zusammenarbeit mit dem nordafrikanischen Land stärken, um die Energieabhängigkeit Italiens von Russland zu reduzieren, erklärte Di Maio.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/italiens-regierung-beschliesst-notstand-wegen-ukraine-fluechtlingen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Die Regierung Draghi befasst sich unterdessen auch mit dem Thema der möglichen Flüchtlinge aus der Ukraine.</a> Innenministerin Luciana Lamorgese richtete eine Taskforce ein, die sich um die Umverteilung der ukrainischen Flüchtlinge auf mehrere Regionen kümmern soll. Viele Flüchtlinge könnten auch bei Verwandten untergebracht werden.<BR /><BR />In Italien lebt eine große ukrainische Gemeinschaft aus circa 240.000 Personen, die vor allem in Norditalien konzentriert ist. Sie besteht hauptsächlich aus Frauen, die oft im Pflegebereich tätig sind.