Dienstag, 11. Juni 2019

Italien und Slowenien verschärfen Grenzkontrollen

Italien und Slowenien verschärfen die Kontrollen an der gemeinsamen Grenze zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung. So sollen gemischte italienisch-slowenische Streifen zum Einsatz kommen, teilte das italienische Innenministerium am Dienstag in Rom mit. Geplant ist die Entwicklung eines gemeinsamen Programms zur Rückführung illegaler Migranten in die Heimat.

Italien und Slowenien verschärfen die Kontrollen an der gemeinsamen Grenze zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung.
Italien und Slowenien verschärfen die Kontrollen an der gemeinsamen Grenze zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung.

Zwischen Anfang Jänner 2019 und dem 10. Juni 2019 trafen in Italien 2.144 Migranten nach Seefahrten über das Mittelmeer ein, im Vergleichszeitraum 2019 waren es noch 14.339. Der Rückgang entspricht 85 Prozent. Aus Libyen kamen 31 Prozent aller in Italien 2019 eingetroffenen Migranten (670 Personen), 550 startete aus der Türkei, 543 aus Tunesien und 220 aus Algerien, berichtete das Innenministerium in Rom

Die Zahl der Migranten, die mit kleineren Booten direkt die süditalienische Küste erreichte, sank um 12 Prozent von 930 auf 815 Personen in diesem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 27 mutmaßliche Schlepper festgenommen, vor allem russische und ukrainische Staatsbürger.

Italien will weiterhin die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache zur Bekämpfung der illegalen Migration fortsetzen, teilte das Innenministerium in Rom mit. So wird Italien der libyschen Küstenwache demnächst zehn Schiffe liefern.

apa

stol