Dienstag, 14. Juli 2020

Italien verlängert viele Corona-Beschränkungen

Italiens Regierung will viele Corona-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen mindestens bis Ende Juli beibehalten. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Dienstag im Parlament in Rom an.

Minister Roberto Speranza kündigte die Verlängerung vieler Corona-Maßnahmen an.
Minister Roberto Speranza kündigte die Verlängerung vieler Corona-Maßnahmen an. - Foto: © ANSA / web tv del Senato
Man muss in Italien weiter eine Atemschutzmaske tragen, wenn man Bars, Restaurants, Geschäfte, Busse und Bahnen betritt. Es gelten zudem Abstandsregeln. Außerdem bleiben Einreisen aus vielen Nicht-EU-Ländern entweder verboten, oder die Menschen müssen in eine zweiwöchige Quarantäne.

Es bestehe das „Risiko, das Coronavirus aus dem Ausland zu importieren“, zitierten italienische Nachrichtenagenturen Speranza im Senat, der kleineren der zwei Parlamentskammern. Deshalb blieben die Kontrollen in Flughäfen und in Häfen sowie bei Migrantenbooten streng, sagte er.

Eine Ministeriumssprecherin hatte zuvor in Medien zudem angekündigt, dass beim Fliegen Rollkoffer wieder mit in die Kabine genommen werden könnten. Ab dem 26. Juni durften Passagiere auf Flügen von und nach Italien nur dann Handgepäck bei sich tragen, wenn es klein genug für den Fußraum war. Gepäckfächer oben sollten leer sein. Grund war die Furcht vor Gedränge – etwa vor dem Aussteigen – durch die Nutzung der Gepäckablagen.

Nach Medienberichten sollten die Öffnung von Diskotheken und der Start von Kongressen, die in Italien für Mitte Juli erwartet worden waren, auch mindestens bis Ende des Monats verschoben werden.

Südtirol hat am Dienstag hingegen weitere Lockerungen bekannt gegeben. Unter anderem dürfen hier Diskotheken ab Mittwoch, 15. Juli, öffnen. Auch gibt es im Service keine Pflicht mehr, chirurgischen Masken zu tragen.

stol/apa/dpa

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