Donnerstag, 03. Dezember 2020

Italien verschärft Beschränkungen für die Weihnachtszeit

Die italienische Regierung verschärft die Corona-Beschränkungen über die Weihnachtsfeiertage. Von 21. Dezember bis 6. Jänner sind Reisen zwischen den Regionen verboten, beschloss der Ministerrat in der Nacht auf Donnerstag. Zudem sollen am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Jänner auch Bewegungen zwischen den Gemeinden verboten sein.

Premier Giuseppe Conte soll die Verordnung am Freitag unterzeichnen.
Premier Giuseppe Conte soll die Verordnung am Freitag unterzeichnen. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI / Z4Z
Damit werden die Bürger nicht mit Angehörigen feiern können, die in anderen Regionen leben. Sie werden während der Weihnachtsfeiertage auch nicht zu ihren Ferienwohnungen fahren dürfen.

Bis 7. Jänner soll mit Ausnahme der Grundschulen Fernunterricht angeboten werden. Danach sollen dann alle Schüler in die Klassen zurückkehren, beschloss die Regierung.

In ganz Italien bleibt die seit Anfang November geltende Ausgangssperre von 21. Dezember bis 6. Jänner in Kraft. Skigebiete müssen geschlossen bleiben.

Ab Sonntag alle Regionen auf „gelb“

Angesichts der sinkenden Infektionszahl wird Gesundheitsminister Roberto Speranza eine neue Verordnung unterzeichnen, wonach ab Sonntag alle Regionen „gelb“ eingestuft werden. Das ist die geringste Risikoeinstufung. Damit können überall die Geschäfte wieder öffnen. Lokale werden ab nächster Woche bis 18 Uhr offen halten dürfen.

Die Regierung hält an der Einteilung Italiens in 3 Risikozonen fest. Dieses Anfang November eingeführt „Ampelsystem“ habe Erfolge gebracht, meinte Gesundheitsminister Speranza.

Die Verordnung muss noch den Präsidenten der Regionen vorgelegt werden. Sie soll am Donnerstagabend von Premier Giuseppe Conte unterzeichnet und am Freitag in Kraft treten.

Die Behörden registrierten am Mittwoch rund 20.700 Neuinfektionen an einem Tag. Das waren rund 5000 weniger als vor einer Woche. 684 an oder mit Covid-19 Verstorbene wurden am Mittwoch gemeldet, am Vortag waren es 785, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Einige Auszüge:

Der „Corriere della Sera“ hat einige Auszüge aus dem Dekretsentwurf vorgestellt:

Ausgangssperre: Ab Freitag, 4. Dezember bis 6. Jänner solle eine Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr gelten. Diese gilt auch an den Feiertagen wie etwa dem 25. und 26. Dezember sowie am Silvesterabend. Den Bürgermeistern der Gemeinden bleibt vorbehalten, Plätze und Straßen sperren zu lassen, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Natürlich gilt weiterhin die Maskenpflicht sowie der Mindestabstand.

Gästeliste: Es wird dringend geraten, auf große Familienfeiern zu verzichten und nur im kleinsten Kreise zu feiern. Derzeit wird noch diskutiert, ob eine maximale Anzahl von 10 Personen am Festtagstisch im Dekret festgelegt werden soll.

Restaurants: Am 25. und 26. sowie am 31. Dezember sollen Restaurants zur Mittagszeit öffnen dürfen.

Silvester: Hotels dürfen am Silvesterabend geöffnet bleiben, die hotelinternen Restaurants hingegen müssen geschlossen bleiben. Auch am 31. Dezember müssen Bars und Restaurants um 18 Uhr schließen, in Zonen mit roter oder oranger Einstufung müssen sie den ganzen Tag geschlossen bleiben.

Geschäfte: Die Geschäfte sollen bis 21 Uhr öffnen dürfen. So sollen Menschenansammlungen während der Weihnachtseinkäufe vermieden werden.

Reisen: Wer vor dem 20. Dezember aus folgenden Ländern nach Italien zurückkehrt, muss einen Test machen: Belgien, Frankreich, Niederlande, Tschechien, Spanien und Vereinigtes Königreich.
Wer nach dem 20. Dezember zurückkehrt, muss 10 Tage in Quarantäne, egal, aus welchem Land er einreist.





apa/stol

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