Montag, 12. Oktober 2020

Italien verschärft Maßnahmen - Südtirol will weiter eigenen Weg gehen

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza hat am Sonntagabend Pläne der Regierung zur Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen bestätigt.

Italien setzt auf schärfere Maßnahmen: Unter anderem Lokale sollen früher schließen.
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Italien setzt auf schärfere Maßnahmen: Unter anderem Lokale sollen früher schließen. - Foto: © shutterstock
So sollen Privatfeiern in größerem Kreis verboten werden. „Wir müssen die Maßnahmen wieder verschärfen, um die Epidemiekurve unter Kontrolle zu bringen“, sagte Speranza dem öffentlich-rechtlichen Sender RAI 3. Zugleich versicherte er, dass die Bedingungen für einen gesamtstaatlichen erneuten Lockdown nicht vorhanden seien.

Der Gesundheitsminister bestätigte, dass die Regierung die Sperrstunden der Lokale neu regeln will. Versammlungen vor Bars und Restaurants sollen vermieden werden. Nach 22 Uhr soll es laut italienischen Medienberichten etwa keinen Alkohol-Ausschank mehr geben.

Auch bei Kontaktsport im Amateurbereich soll es zu Einschränkungen kommen. Die Zahl der Neuinfektionen in Italien steige, liege jedoch unter dem Niveau anderer Länder wie Frankreich, sagte der Minister.

Bereits am Montag könnte die italienische Regierung eine neue Verordnung zur Verschärfung der Maßnahmen erlassen.

Südtirol wartet jedoch zumindest vorerst ab. „Es gelten weiterhin die Verordnungen auf Grundlage unseres Landesgesetztes“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Man schaue natürlich, was Rom macht, entscheidet dann aber autonom.

Die Regierung von Giuseppe Conte will außerdem die Quarantäne auf 10 Tage verkürzen.

Die Maskenpflicht im Freien gilt bereits seit vergangenem Donnerstag (STOL hat berichtet). Wie in einem Rundschreiben des Innenministeriums präzisiert wurde, ist jedoch unter anderem beim Joggen oder beim Radfahren keine Maske n nötig, da diese als sportliche Aktivitäten im Freien gelten.

stol/d/apa

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