Dienstag, 23. Februar 2021

Italien verschärft Vorkehrungen an Grenze zu Frankreich

Italien verschärft die Anti-Covid-Vorkehrungen in den Grenzgebieten zu Frankreich. In einigen Grenzgemeinden zwischen den ligurischen Badeortschaften Ventimiglia und Sanremo werden von Mittwoch bis zum 5. März schärferen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt. So will Italien vermeiden, dass die Infektionswelle, die Südfrankreich schwer belastet, sich in Ligurien verbreite.

Der ligurische Präsident Giovanni Toti will ein Ansteigen der Infektionen in seiner Region verhindern.
Der ligurische Präsident Giovanni Toti will ein Ansteigen der Infektionen in seiner Region verhindern. - Foto: © ANSA / LUCA ZENNARO / ZEN / ZEN / ZEN
In den Grenzgemeinden sollen die Schulen geschlossen bleiben. Verboten ist Take Away sowie der Verkauf von alkoholischen Getränken. Außerdem dürfen die Bürger ihre Gemeinden nicht verlassen. „Wir sind der Ansicht, dass zehn Tage mit restriktiven Maßnahmen zur Reduzierung der epidemiologischen Kurve beitragen können“, betonte der ligurische Präsident Giovanni Toti laut Medienangaben. Die Regierung plane Stützungsmaßnahmen für die von den Anti-Covid-Vorkehrungen beschädigten Betriebe.

An der französischen Cote d'Azur soll es angesichts der starken Ausbreitung des Coronavirus im Departement Alpes-Maritimes zeitweise einen Teil-Lockdown geben. An den kommenden beiden Wochenenden sei die städtische Küstenregion im Lockdown, kündigte Präfekt Bernard Gonzalez am Montag an. Das Verlassen des Hauses ist dann nur noch mit triftigem Grund möglich.

Erlaubt ist das Verlassen der eigenen 4 Wände zum Einkaufen oder für Arztbesuche. Sport und Spazieren an der frischen Luft sind für eine Stunde am Tag in einer Entfernung von maximal fünf Kilometern vom Haus erlaubt.

Die italienische Regierung verlängert inzwischen das Reiseverbot zwischen den Regionen im Inland bis 27. März. STOL hat berichtet.

apa/stol