Dienstag, 06. Februar 2018

Italien warnt vor IS-Kämpfer-Rückkehr

Bei einer Migrationskonferenz in Rom hat die italienische Regierung am Dienstag vor der Gefahr einer Rückkehr von IS-Kämpfern nach Europa gewarnt. Das Comeback der sogenannten „Foreign Fighters“ sei nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine „absolut konkrete“ Gefahr, sagte der italienische Außenminister Angelino Alfano zu Beginn der Migrationskonferenz in Rom.

Italien warnte am Dienstag vor der Gefahr einer Rückkehr von IS-Kämpfern nach Europa. - Foto: LaPresse
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Italien warnte am Dienstag vor der Gefahr einer Rückkehr von IS-Kämpfern nach Europa. - Foto: LaPresse

Alfano warnte vor populistischen Parteien, die die Migrationsfrage instrumentalisierten, um Ängste zu schüren und somit Wählerschaft zu gewinnen. Die Migration müsse geregelt werden. „Es ist inakzeptabel, dass im 21. Jahrhundert Migranten im Mittelmeer sterben“, sagte der Außenminister.

Laut Alfano bemüht sich Italien stark um die Unterstützung Nigers. Hier sind seit Jänner 470 Soldaten stationiert. 100 Millionen Euro hat Italien im letzten Jahr locker gemacht, um das afrikanische Land bei der Grenzsicherung zu unterstützen und die lokalen Sicherheitskräfte für den Kampf gegen Terroristen und Schlepperbanden auszubilden.

Italien will im Zeitraum 2018-2019 80 Millionen Euro für den europäischen Afrika-Fonds zur Verfügung stellen. Dieser Betrag soll Projekten zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung dienen und vor allem der jüngeren Bevölkerung zugutekommen.

An dem Treffen in Rom waren unter anderem Vertreter aus Transit- und Herkunftsländern wie Libyen, Algerien, Tschad, Ägypten und Tunesien präsent. Österreich war nicht vertreten. Eine ähnliche Konferenz war bereits im Juli vergangenen Jahres in Rom abgehalten worden.

Die Konferenz wird von einem rassistischen Angriff auf mehrere Migranten in der italienischen Stadt Macerata überschattet. Ein Italiener hatte auf Afrikaner geschossen und sechs Personen verletzt. Rechtspopulistische Parteien hoffen im Wahlkampf mit dem Thema Einwanderung punkten zu können. Italien wählt am 4. März ein neues Parlament.
(Schluss) mit/an/ba

stol