Donnerstag, 28. Februar 2019

Italien warnt vor Rückkehr von IS-Kämpfern nach Europa

Italiens Anti-Terrorbehörden warnen vor der Gefahr, dass IS-Kämpfer die „Kanäle der illegalen Migration“ zur Rückkehr nach Europa nutzen könnten. Das geht aus einem Bericht der italienischen Geheimdienste hervor, der jährlich dem Parlament in Rom vorgelegt wird und am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Mehrere tausend zusätzliche Sicherheitskräfte wurden in den vergangenen Jahren mobilisiert, um Attentate zu verhindern.
Mehrere tausend zusätzliche Sicherheitskräfte wurden in den vergangenen Jahren mobilisiert, um Attentate zu verhindern. - Foto: © shutterstock

Die Behörden beziehen sich konkret auf einen Fall zweier Personen aus Gambia, die als Flüchtlinge über Libyen nach Sizilien gelangten. Im April bzw. Juni 2018 wurden sie in Neapel wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ festgenommen.

Insgesamt gibt es laut den Anti-Terrorbehörden in Italien 138 Personen – italienische und ausländische Staatsbürger – mit Verbindungen zum IS. Problematisch sei auch die Radikalisierung islamischer Häftlinge in den italienischen Gefängnissen.

In Italien wurden noch keine jihadistischen Anschläge verübt. Der IS drohte aber wiederholt mit Anschlägen in Italien und im Vatikan. Mehrere tausend zusätzliche Sicherheitskräfte wurden in den vergangenen Jahren mobilisiert, um solche Attentate zu verhindern. Ausweisungen von Ausländern aus Sicherheitserwägungen wurden verstärkt.

apa/stol

stol