Donnerstag, 14. Februar 2019

Italien weist tunesischen Amri-Freund aus

Die italienische Regierung hat einen als gefährlichen Islamisten eingestuften Tunesier ausgewiesen. Es handele sich um einen Freund des Berliner Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri, teilte Innenminister Matteo Salvini am Donnerstag mit. Er sei in sein Heimatland zurückgeschickt worden.

Es ist die 14. Ausweisung eines als gefährlich eingestuften Ausländers seit Jahresbeginn.
Es ist die 14. Ausweisung eines als gefährlich eingestuften Ausländers seit Jahresbeginn. - Foto: © shutterstock

Laut Mitteilung saß der 33-Jährige wegen diverser Straftaten im Gefängnis. Dort habe man eine zunehmende Radikalisierung bemerkt, und er sei immer aggressiver gegen Wärter und Mitgefangene geworden.

Die Geheimdienste hätten ihn schon im Visier gehabt, weil er sich 2014 während einer gemeinsamen Haftzeit in Palermo mit Amri angefreundet habe. Laut Salvini ist es schon die 14. Ausweisung eines als gefährlich eingestuften Ausländers seit Jahresbeginn.

Amri war am 19. Dezember 2016 mit einem geraubten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast. Er tötete dort elf Menschen, nachdem er zuvor schon den LKW-Fahrer umgebracht hatte. Auf seiner Flucht durch Europa wurde er wenige Tage später bei Mailand von einem italienischen Polizisten erschossen. (STOL hat berichtet)

dpa/stol

stol