Montag, 08. März 2021

Italien: Mehrere Regionen nun wieder rot oder orange

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen verschärft. Viele Schulen bleiben dort ab Montag wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr für Gäste öffnen. Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien, zu der Neapel und die Amalfiküste gehören, ist nun als dritte Region in dem 60-Millionen-Einwohner-Land eine Rote Zone mit den schärfsten Corona-Sperren.

Mehrere Regionen wurden auf rot bzw. orange hochgestuft.
Mehrere Regionen wurden auf rot bzw. orange hochgestuft. - Foto: © shutterstock
Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein. Die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen.

Italiens Regierung kämpft seit Herbst 2020 mit dem Instrument einer regionalen Einteilung in mehrere, farblich gekennzeichnete Risikozonen gegen die Pandemie.

Am Montag wurden in diesem System auch weitere Gebiete wegen steigender Werte zu orangen Zonen hochgestuft. Darunter ist Venetien im Norden. Die benachbarte Lombardei, wo rund zehn Millionen Menschen leben, gehört ohnehin schon zu der mittleren Risikozone. Das gilt ebenso für die Toskana und Umbrien. Auch Südtirol bleibt orange. Südtirol bleibt laut Verordnung der Landesregierung bis 14. März im Lockdown.

Der Agrarverband Coldiretti rechnete vor, dass seit Montag zwei von 3 Restaurants für Gäste dicht sind. Außer-Haus-Verkauf ist aber möglich.

In ganz Italien gilt zudem weiter eine nächtliche Ausgangssperre. Die Regionalgrenzen dürfen nur in Ausnahmefällen überschritten werden. Wegen der nach oben gehenden Corona-Kurve hatten Experten am Wochenende von der Regierung eine weitere Verschärfung der Schutzmaßnahmen gefordert.

Die Gesundheitsbehörden in dem Land zählten am Sonntag fast 21.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Damit gibt es in Italien, wo die Pandemie seit Februar 2020 um sich gegriffen hatte, bisher fast 3,07 Millionen Virus-Infizierte.


Hoffnung äußerte der Gesundheitsminister Roberto Speranza hingegen im Bezug auf den Impffortschritt. „Ab April erwarten wir mehr als 50 Millionen Dosen an Impfstoff und hoffen darauf, wenigstens die Hälfte der Bevölkerung impfen zu können.“ Ziel sei es schließlich, bis Ende des Sommers all jene Italiener zu immunisieren, die dies wünschen.

apa/stol