Im Vergleich zu 2024 betrage der Rückgang 42 Prozent. Diese Entwicklung werde auch durch Daten von der italienisch-slowenischen Grenze bestätigt. Bei dem Treffen in Belgrad ging es auch um die 2023 wiedereingeführten Grenzkontrollen zwischen Italien und Slowenien und die damit verbundene Einschränkung der Freizügigkeit im Schengen-Raum. <BR /><BR />Piantedosi sagte, die Maßnahme sei mit Vorsicht und angemessen umgesetzt worden. Sie habe die Grenzübertritte der Bürger der betroffenen Länder praktisch nicht beeinträchtigt. Besonders berücksichtigt wurden Berufspendler und andere Menschen, die die Grenze regelmäßig überqueren.<h3> Italien fordert mehr Kontrollen an EU-Außengrenzen</h3>Italien will nach Angaben des Ministers möglichst bald zur vollständigen Öffnung der Grenzen zurückkehren. Dafür müsse jedoch zunächst ein geeigneter Sicherheitsrahmen geschaffen werden. Notwendig seien bessere Kontrollen an den Außengrenzen der Europäischen Union. Dabei müsse insbesondere Kroatien unterstützt werden, das in diesem Bereich die EU-Außengrenze sichere. Zugleich müsse die Rolle der europäischen Grenzschutzagentur Frontex gestärkt werden. Deren Möglichkeiten würden derzeit „nicht optimal ausgeschöpft“, sagte Piantedosi.<BR /><BR />Italien, Slowenien und Kroatien hätten sich auf konkrete Schritte für eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit verständigt, sagte der Minister. Dazu gehöre auch ein verbesserter Austausch von Ermittlungserkenntnissen, um Schleusernetzwerke und Menschenhandel zu bekämpfen. Eine engere Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung sei zugleich eine wichtige präventive Maßnahme, die den Einsatzkräften vor Ort die Arbeit erleichtere.<BR /><BR />Piantedosi kündigte zudem Gespräche mit Slowenien über gemeinsame operative Strukturen an der Grenze an. Geprüft würden Modelle nach dem Vorbild der bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen Italien und Frankreich am Grenzübergang Menton. Langfristig könnten demnach gemeinsame Büros eingerichtet werden, in denen die Behörden beider Länder zusammenarbeiten.<BR /><BR />Die sogenannte Balkanroute gilt als wichtige Route für Migranten, die über Südosteuropa in Richtung EU gelangen. Italien hatte die Kontrollen an der Grenze zu Slowenien wegen der Sicherheitslage und der illegalen Migration wieder eingeführt. Piantedosi betonte, dass das Ziel weiterhin darin bestehe, die Grenzen so bald wie möglich wieder vollständig zu öffnen. Voraussetzung dafür sei eine bessere Sicherheitslage durch verstärkte Kontrollen an den EU-Außengrenzen und eine engere Zusammenarbeit der beteiligten Staaten.