Freitag, 13. November 2020

Italien will Flanieren verhindern

Italien will angesichts der hohen Zahl von Corona-Infektionen das Flanieren verhindern. So ergreifen die Behörden strenge Maßnahmen gegen Ansammlungen in den Stadtzentren, nachdem sonnenhungrige Bürger angesichts sommerlicher Temperaturen am vergangenen Wochenende in die Stadtzentren und an die Strände geströmt waren.

Italien will für leere Straßen und Gassen sorgen.
Italien will für leere Straßen und Gassen sorgen. - Foto: © ANSA / GIUSEPPE LAMI
In den 3 norditalienischen Regionen Venetien, Friaul Julisch Venetien und Emilia Romagna dürfen Menschen ab Samstag nicht mehr auf Straßen und Plätzen der Stadtkerne spazieren gehen. Auch der Zugang zu den Stränden soll verboten werden.

In Parkanlagen kann man Sport nur dann betreiben, wenn ein Abstand von 2 Metern eingehalten werden kann. Märkte im Freien werden geschlossen, wenn sie nicht getrennte Ein- und Ausgänge haben.
In Verona erließ Bürgermeister Federico Sboarina eine Verordnung, laut der man nicht mehr auf Plätzen herumstehen darf. „Wir rufen die Bürger auf, damit unsere Region nicht zur 'roten Zone' erklärt wird“, sagte der Präsident Venetiens, Luca Zaia.

In Rom sollen am Wochenende 2 U-Bahn-Stationen unweit der beliebtesten Shoppingstraßen im Zentrum geschlossen bleiben. Der Zugang zu den Einkaufsmeilen unweit der Spanischen Treppe soll von Sicherheitskräften geregelt werden. Mit Lautsprechern soll an die Anti-Covid-19-Regeln erinnert werden, beschloss ein Sicherheitskomitee um den römischen Präfekten. Hubschrauber sollen kontrollieren, dass es zu keinen Ansammlungen kommt.

In Neapel sollen mehr Polizisten eingesetzt werden, um einen Andrang wie am vergangenen Wochenende zu vermeiden, als sonnenhungrige Bürger in Massen am Meeresufer und im Stadtkern flanierten.

In Italien ist am Donnerstag die Zahl der Coronavirus-Todesopfer weiter gestiegen. 636 Tote wurden in 24 Stunden verzeichnet, das ist der höchste Stand seit dem 6. April.

apa

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