Bezüglich der Vorschläge der SVP zum so genannten Immersionsunterricht, also dem Unterricht bestimmter Fächer in einer Fremdsprache nahmen die Freiheitlichen in einer Aussendung Stellung.Damit würde der Anlauf gestartet, Artikel 19, der den muttersprachlichen Unterricht regelt, schrittweise auszuhöhlen, so Demanega. So sollen bestimmte Fächer in der jeweils anderen Sprache unterrichtet werden, was über Kurz oder Lang wohl flächendeckend angestrebt werden würde.So schaffe man die Grundlagen für den Immersionsunterricht. Artikel 19 und andere autonomiepolitische Prinzipien würden auf Seiten der Regierungspartei als ‚lästige‘ Einschränkung der eigenen Möglichkeiten empfunden werden, äußerte sich Demanega am Dienstag. „Bestehender Italienischunterricht muss überarbeitet werden“ Anstatt über neue Arten des Sprachunterrichts nachzudenken, sollte man die alten Formen überdenken. Dem Problem, dass die Italienischkenntnisse der Südtiroler Schüler am Ende der Schulkarriere oft nicht ausreichend seien, könne man auf simple Weise entgegentreten: „Man muss dazu den Fremdsprachenunterricht gar nicht neu erfinden und schon gar nicht den Immersionsunterricht ins Spiel bringen. Noch immer plagen sich Generationen von Südtiroler Schülern nämlich mit veralteter italienischer Literatur herum, die natürlich kulturell bereichernd ist, die allerdings die Italienischkenntnisse kaum verbessert, weil das entsprechende Italienisch auch für Italiener kaum verständlich ist. Wichtiger wäre es, dass die Schülerinnen und Schüler Kommunikation und Konversation in der Fremdsprache erlernen und dass Italienisch endlich als Fremdsprache unterrichtet wird“, fasste der freiheitliche Generalsekretär zusammen. Dass man im Italienischunterricht aber lieber veraltete Literatur und italienische Geschichte vermitteln würde, anstatt auf Kommunikation und Fremdsprachenerlernung zu setzen, ließe vermuten, dass man eigentlich italienische Kultur vermitteln und die Südtiroler zu „guten“ Staatsbürgern erziehen wollen würde, so Demanega.„Es verwundert, dass auf Seiten der Mehrheitspartei niemand eine Verbesserung des Fremdsprachenunterrichtes anregt, während man mit Forderungen in Richtung Immersionsunterricht eilt.“