Samstag, 21. August 2021

Italiens Küstenwache rettet Migranten vor Sizilien – ein Toter

In der Nacht zu Samstag hat die italienische Küstenwache westlich von Sizilien mehrere Migranten aus Seenot gerettet – einen konnten sie nur tot bergen. Ein Tunesier habe sich in der Nacht per Telefon in der Einsatzzentrale gemeldet, wie die Küstenwache am Samstag mitteilte. Die Behörden konnten ihn nahe der Insel Levanzo lokalisierten und schickten 2 Rettungshubschrauber und 2 Patrouillenboote. Vor Ort retteten sie nach eigenen Angaben 5 Menschen aus dem Wasser und bargen die Leiche eines Mannes.

Mehrere Menschen konnten gerettet werden. Eine Person jedoch starb (Symbolbild).
Mehrere Menschen konnten gerettet werden. Eine Person jedoch starb (Symbolbild). - Foto: © APA (AFP) / FEDERICO SCOPPA
Im weiteren Verlauf des Einsatzes suchten die Carabinieri das Gebiet ab. Dort trafen sie weitere 17 Bootsmigranten an. Am Samstagnachmittag war der Einsatz beendet. Laut Küstenwache gab es keine Vermissten mehr.

Die Menschen legen auf ihrer Flucht meist vor den Küsten Libyens oder Tunesiens ab, um über das zentrale Mittelmeer die EU zu erreichen. Meistens ist ihr Ziel Italien. Nicht selten geraten sie dabei in Seenot. Neben der Küstenwache sind auch private Organisationen mit Schiffen in dem Gebiet unterwegs, um die Bootsmigranten vor dem Ertrinken zu retten.

In Italien kamen dem Innenministeriums zufolge in diesem Jahr etwas mehr als 35 000 Migranten in Booten an (Stand Freitag). Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Vorjahreszeitraum. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bislang 1024 Migranten im zentralen Mittelmeer

dpa