Donnerstag, 25. März 2021

Italiens Tourismusminister drängt auf Impfpass

Italien drängt auf die rasche Einführung des europäischen Impfpasses für den Neustart des Tourismus.

Massimo Garavaglia  hofft auf einen Neustart des Tourismus durch den europäischen Impfpass.
Massimo Garavaglia hofft auf einen Neustart des Tourismus durch den europäischen Impfpass. - Foto: © ANSA / FABIO FRUSTACI / Z23
„Aus dem Ausland, auch aus den USA, sind bereits einige Buchungen für den Sommer eingetroffen. Wer geimpft ist, will nach Italien reisen“, sagte der italienische Tourismusminister Massimo Garavaglia im Interview mit dem Sender Rai2 am Mittwochabend.

Der gesamte Tourismus hoffe mithilfe des Impfpasses auf einen Neustart. „Ziel ist, dass alle EU-Länder zusammen voranschreiten, dass man in Sachen Impfpass dieselben Beschlüsse fasst, damit niemand den anderen gegenüber Vorteile hat“, sagte Garavaglia, der vor einer Woche das Thema Impfpass mit der österreichsichen Europaministerin Karoline Edtstadler in Rom besprochen hat.

Auch der italienische Regierungschef Mario Draghi hatte sich am Mittwoch für die Einführung des geplanten europäischen Impfpasses ausgesprochen. „Dieses Ziel muss ohne Diskriminierung und unter Wahrung des Datenschutzes erreicht werden. Es handelt sich um ein komplexes Projekt“, so Draghi in einer Ansprache vor dem Senat in Rom vor dem EU-Gipfel in Brüssel. Auch die SVP-Senatorin Julia Unterberger forderte den Impfpass „sobald wie möglich“.

Ziel sei es, den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Grünen Pass innerhalb von 3 Monaten einzuführen. Geimpften, genesenen und getesteten EU-Bürgern solle das digitale europäische Impfzertifikat eine freie und sichere Bewegung ermöglichen.

apa/stol