Donnerstag, 25. Juni 2020

Italiens Umweltminister gegen Erlegung von Trentiner Problembären

Der italienische Umweltminister Sergio Costa hat an die Behörden im Trentino einen Appell zur Rettung des Problembären gerichtet, der Montagabend einen 59-jährigen Mann und seinen 28-jährigen Sohn angegriffen hatte. Er prüfe einen Einspruch gegen den Erlass der Trentiner Behörden, die den Bären erlegen wollen, teilte der Minister mit.

Der italienische Umweltminister Sergio Costa ist gegen den Abschuss des Trientner Problembären.
Der italienische Umweltminister Sergio Costa ist gegen den Abschuss des Trientner Problembären.
„Erst nachdem sichere wissenschaftliche Informationen zum Bären gesammelt worden sind, kann man technische Lösungen prüfen, die meiner Ansicht nach nicht zur Erlegung des Tieres führen sollen“, hieß es in einem Brief Costas an den Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti. Dieser hatte am Mittwoch die Abschussverordnung unterschrieben. Das Umweltministerium prüfe, ob rechtliche Voraussetzungen für einen Rekurses gegen den von Fugatti unterzeichneten Erlass vorhanden seien, hieß es im Schreiben des Ministers.

Die angegriffenen Männer wurden am Montagabend ins Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebten nicht in Lebensgefahr. Vater und Sohn waren bei Anbruch der Dunkelheit am Monte Peller in der nördlichen Brentagruppe unterwegs, als es wie berichtet zu der unheilvollen Begegnung mit dem Bären kam.

apa/pho

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