Im Interview mit dem TV-Sender Sky TG24 zeigte er sich vorsichtig optimistisch: Die bisher verabschiedeten Maßnahmen zeigten Wirkung, Italien beginne sich zu erholen, eine weitere Mehrwertsteuer-Erhöhung müsse nicht zwingend eingeführt werden, betonte der Ministerpräsident.Neben Steuerreformen müsse Italien vor allem auf den Kampf gegen die Steuerhinterziehung setzen, unterstrich Monti.Merkel bei MontiAm Freitag trifft er sich in Rom mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Thema des Treffens sind die jüngsten Entwicklungen in der Euro-Schuldenkrise und weitere Reformen, um das Vertrauen der Investoren zu stärken.Thema ArbeitsmarktreformAls Beispiel führt Monti immer wieder den Arbeitsmarkt an, der es mit seinen Vorschriften vor allem jungen Italienern erschwere, eine Anstellung zu finden.Zwar wolle er für diese Reform den Dialog mit den Gewerkschaften suchen, doch werde er im Notfall den Arbeitsmarkt auch im Alleingang liberalisieren. „Wir können dies nicht vertagen, sollte es keine Einigung geben“, sagte Monti.Das Verhältnis zu BerlusconiIm Interview ging es auch um das Verhältnis des Regierungschefs mit Amtsvorgänger Silvio Berlusconi. „Wir hören uns regelmäßig. Es herrscht ein sympathischer Austausch vor, genauso wie mit allen anderen politischen Verantwortungsträgern. Wir haben uns erst heute wieder am Telefon diskutiert, über meine Reise nach Amerika und über die Olympischen Spiele in Rom“, so Monti am Dienstag.Auf die Frage, ob er denn glaube, dass Berlusconi auf seinen Erfolg neidisch sei, antwortete der Ministerpräsident: "Ich glaube nicht".joi/apa