Sie machen in der Volkspartei das gute und schlechte Wetter – und einige sind bereits im Wahlkampfmodus. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Seit gestern kann die Wahl der SVP-Bezirksobleute ausgeschrieben werden, die bis Ende Mai über die Bühne gehen muss. Auf der Bezirksebene fallen wichtige Entscheidungen, denn die Delegierten werden zum Parteiausschuss gewählt, der u.a. für die Kandidatenliste der Landtagswahl zuständig ist. Diesmal gibt es bei den Wahlen ein Novum: Bezirkschef/-in und Vize sollten dem jeweils anderen Geschlecht angehören. Männliche Doppelspitzen soll es nicht mehr geben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="741893_image" /></div> Die ersten Würfel fallen am 11. April im <b>Burggrafenamt</b>. Derzeit sind dort Martin Ganner (Obmann) und Rosmarie Pamer (Vize) am Ruder. „Wenn ich Rückendeckung erhalte, stehe ich noch einmal bereit. Wenn aber andere meinen, dass sie es besser können, ist das auch in Ordnung“, sagt Ganner. Ihm steht Konkurrenz ins Haus. „Die SVP-Frauen finden es an der Zeit, eine Frau an die Spitze des Bezirks zu stellen“, sagt Bezirksfrauenreferentin Silvia Paler. „Wenn gewünscht, stehe ich zur Verfügung“, so die Meraner Anwältin. Für eine Kampfabstimmung sei sie aber nicht zu haben. „Eine Kluft im Bezirk können wir uns nicht leisten.“ <h3> Frauen vor im Westen</h3>Am 28. April wählt der <b>Vinschgau</b>. „Jetzt sollen sich die Ortsgruppen äußern – alle aus dem Busch heraus, die etwas wollen“, sagt Bezirksobmann Albrecht Plangger. Die Hälfte der Vinschger Ortsobleute ist neu. „Ich leite den Bezirk seit 7 Jahren und zähle zu den Alten“, so der Kammerabgeordnete. Wird er bestätigt, braucht es anstelle von Helmuth Fischer eine Dame als Vize.<BR /><BR />Im <b>Eisacktal</b> zeichnet sich eine Bestätigung des Duos Herbert Dorfmann/Magdalena Amhof ab. „Gemeinsam sind wir bereit, erneut anzutreten“, sagen beide. „Wenn sich aber eine andere Konstellation herauskristallisiert, ist das auch gut“, so Dorfmann, der den Bezirk seit 13 Jahren leitet. „Die Stimmung ist ruhig und kooperativ.“ Mit 4 Abgeordneten war das Eisacktal ein Sieger der Landtagswahl – die nächste ist in 18 Monaten.<BR /><BR />Sieger der Landtagswahl war mit 5 Abgeordneten und 2 Landesräten auch das <b>Pustertal</b>. Felsenfest im Sattel sitzt Bezirksobmann Meinhard Durnwalder. Die Pusterer bestellen ihre Bezirksspitze im Mai. „Wenn gewünscht, stünde ich wieder zur Verfügung“, sagt der Senator. Es gelte, das gute Ergebnis der Landtagswahl 2018 zu halten; die nächste Gemeindewahl komme bald danach. Von einer Bestätigung Durnwalders ist auszugehen. Stellvertreter ist Peter Fuchs aus Innichen. Laut Empfehlung der Partei müsste es in Zukunft eine Frau sein.<h3> Fragezeichen in Bozen</h3>Nach dem Rücktritt von Franz Kompatscher leitet der Pfitscher Bürgermeister Stefan Gufler geschäftsführend den SVP-Bezirk <b>Wipptal</b>. Gufler war nicht zu erreichen. Allemal möchte die größte Ortsgruppe des Wipptals, Ratschings, einen der ihren an die Spitze bringen: Bürgermeister Sebastian Helfer. „Eigentlich wären jetzt Jüngere am Zug, doch die muss man erst einmal finden. Entscheidend ist, wer imstande ist, das Wipptal wieder zu einen“, winkt Helfer nicht ab.<BR /><BR />Das größte Fragezeichen war bis gestern, ob Christoph Perathoner im Bezirk <b>Bozen</b> wieder antritt. Seit 2 Jahren organisiert er mindestens 2 Mal im Monat in seinem Bezirk Info-Veranstaltungen für die Funktionäre und ist dort stark verankert. Mit ihm und Ex-Landeshauptmann Luis Durnwalder will die Parteispitze aber klärende Gespräche zu den SAD-Abhörprotokollen führen.<BR /><BR />Gestern brach Perathoner sein Schweigen: „Ich wurde auf der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses allseits darum gebeten und trete auf jeden Fall an.“ Strafrechtlich sei an den Abhörprotokollen nichts dran. „Gewisse Medien und Karl Zeller kündigen seit einem Jahr zwar an, was sie alles in der Hand haben“, so Perathoner. Er selbst verfüge über keine Daten oder Protokolle. Gegen ihn wurde nicht ermittelt. Er wurde nicht einmal als Zeuge angehört. „Niemand in der Partei hat mir je gesagt, ich soll nicht mehr kandidieren“, erklärt Perathoner. Auch habe er keinen Termin für die klärenden Gespräche mit der Parteispitze.<h3> Ein Senator will es wissen</h3>Gewählt wird in Bozen erst Ende Mai. Perathoner wird sich dabei nicht allein um die Bezirksführung bewerben. In den Ring steigt auch Senator Dieter Steger. „Ich bin von mehreren Ortsobleuten gefragt worden. Die Partei braucht Ruhe. Wir müssen uns mit den Problemen der Menschen statt Partei-Hickhack beschäftigen und dürfen uns nicht auseinander dividieren. Ich bin ein Brückenbauer, der Menschen zusammenführt“, sagt Steger. Leistbares Wohnen, Mobilität, Strompreise: „Über den Aufbaufonds kann man dazu von Rom aus durchaus wichtige Beiträge leisten“, sagt Steger.<BR /><BR />Bedeckt hält sich der <b>Unterlandler</b> Bezirksobmann Oswald Schiefer. „Für Kandidaten ist es zu früh.“ Er lässt sich aber entlocken, dass er eventuell wieder bereitstünde. Vielleicht nicht für 5 Jahre, aber doch. Schiefer ist seit 2010 Bezirksobmann, seine Stellvertreterin ist Ulrike Sanin.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR />