Zudem gaben die Revolutionsgarden an, US-Militärausrüstung in Jordanien zerstört zu haben. Sie hätten unter anderem Radarsysteme, ein Patriot-Luftabwehrsystem und einen Hubschrauberhangar angegriffen. Jordanien beheimatet US-Truppen und Flugzeuge der US-Luftwaffe und ist damit zum möglichen Ziel des Iran bei Vergeltungsangriffen in der Region geworden.<BR /><BR />Die kuwaitische Armee wehrte nach eigenen Angaben „feindliche Drohnengefahren“ ab. Die Revolutionsgarden sprach von Attacken auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, das Wüstenlager Udairi und eine Telekommunikationseinrichtung. Auch die iranische Armee gab einen Angriff auf den Stützpunkt Ali al-Salem bekannt, zudem eine Attacke auf die ebenfalls in Kuwait gelegenen Militärstützpunkte Doha und Arifjan, wie es laut Staatsfernsehen in einer weiteren Erklärung hieß. Es ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen, ob die angegebenen Ziele getroffen wurden. Die US-Armee bestätigte zunächst keine Angriffe auf ihre Einrichtungen in der Region.<BR /><BR />Ein Grenzübergang zwischen Kuwait und dem Irak wurde nach Angaben des kuwaitischen Verteidigungsministeriums von Drohnen angegriffen. Bei dem Angriff auf den Grenzübergang al-Abdali seien Sachschäden entstanden, Verletzte habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Kuwait machte zunächst keine Angaben dazu, wer für den Angriff verantwortlich war. Die irakische Nachrichtenagentur INA meldete unterdessen, dass Kuwait den Grenzübergang vorübergehend geschlossen habe. Seit der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran stand Kuwait erneut mehrfach unter Beschuss.<BR /><BR />In Bahrain wurde nach Angaben des Innenministeriums Luftalarm ausgelöst. Reporter der Nachrichtenagentur AFP hörten Sirenen in der Hauptstadt Manama. Auch Bahrain wurde zuletzt wiederholt vom Iran angegriffen.<BR /><BR />Die US-Streitkräfte hatten zuvor nach eigenen Angaben die zwölfte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Iranische Staatsmedien berichteten von US-Angriffen in den Städten Ramshir und Ahwas. Die Behörden der Provinz Bushehr meldeten ebenfalls einen Angriff.<BR /><BR />US-Außenminister Marco Rubio wirft dem Iran vor, Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten systematisch zu brechen. Die USA hätten sich an ihre Zusagen gehalten, während die Führung in Teheran Abkommen immer wieder verletze, sagte Rubio am Rande der Konferenz der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in der philippinischen Hauptstadt Manila. „Diese Leute schließen Vereinbarungen und brechen sie fast umgehend wieder oder beschließen, die Vereinbarung zu ändern“, erklärte er. So funktioniere das nicht. Der Iran zahle nun den Preis dafür. Möglicherweise ändere die Führung in Teheran in den kommenden Tagen ihre Meinung, während das Land weiterhin große Verluste erleide, fügt Rubio hinzu.