Donnerstag, 07. November 2019

Josefi als Feiertag: Antrag abgelehnt

Der Landtag hat am Donnerstag einen Antrag der Süd-Tiroler Freiheit abgelehnt, mit dem gefordert wurde, den Josefitag am 19. März als gesetzlichen Feiertag anzuerkennen.

Der Feiertag des hl. Josef am 19. März soll – wenn es nach der Süd-Tiroler Freiheit geht – zum gesetzlichen Feiertag werden.
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Der Feiertag des hl. Josef am 19. März soll – wenn es nach der Süd-Tiroler Freiheit geht – zum gesetzlichen Feiertag werden. - Foto: © Karl Gruber

Myriam Atz Tammerle und Sven Knoll forderten in ihrem Antrag unter anderem auch, der Landtag möge sich in Rom dafür einsetzen, dass auch Christi Himmelfahrt und Fronleichnam wieder als Feiertage eingeführt werden.

Während die SVP umgehend erklärte, den Antrag in dieser Form nicht mittragen zu können, um weitere Polemiken zu vermeiden, betonte auch Alessandro Urzì von L'Alto Adige nel cuore – Fratelli d'Italia, dass derartige Themen, die Spaltungen hervorrufen, im Landtag keinen Platz haben und nicht zur Debatte zugelassen werden sollten. Dies sei auch in der Fraktionssprechersitzung besprochen werden.

Auch Landesrat Giuliano Vettorato und Massimo Bessone sahen den Antrag kritisch. Diskussionen wie jene über den Namen des Landes würden uns 40 Jahre zurückwerfen, erklärte Vettorato.

Unabhängig von der Frage, ob man ethnisch sensible Themen im Landtag noch diskutieren dürfe, tat es Andreas Leiter Reber (Freiheitliche) um den Josefitag leid, der in dieser Polemik unter die Räder komme. Er kritisierte Sven Knoll, der den Josefitag mit dem 2. Juni verknüpft habe, um ethnische Polemik zu schüren.

Der Antrag wurde schließlich mit klarer Mehrheit abgelehnt.

lpa/liz