Dienstag, 28. Februar 2017

Jugendarbeit in Südtirol - ein Netz, das vieles kann

Den Jahresplan zur Förderung der Jugendarbeit und was Jugendarbeit in Südtirol leistet, haben die Landesräte Philipp Achammer und Florian Mussner am Dienstag vorgestellt.

Philipp Achammer und Florian Mussner haben gemeinsam mit Vertretern verschiedener Jugendorganisationen den Jahresplan zur Förderung der Jugendarbeit und was Jugendarbeit in Südtirol leistet vorgestellt.- Foto: DLife
Badge Local
Philipp Achammer und Florian Mussner haben gemeinsam mit Vertretern verschiedener Jugendorganisationen den Jahresplan zur Förderung der Jugendarbeit und was Jugendarbeit in Südtirol leistet vorgestellt.- Foto: DLife

Jugendarbeit wird in Südtirol zu einem großen Teil von einem dichten Netz von freien Trägern, von engagierten Ehrenamtlichen und von professionellen Fachkräften geleistet. Das von Land und Gemeinden gleichermaßen getragene Prinzip der Subsidiarität hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Jugendarbeit in Südtirol heute ein wichtiges Element des sozialen und kulturellen Lebens darstellt.

Die Landesregierung hat im Januar den Jahresplan zur Förderung der Jugendarbeit für die deutsche Sprachgruppe genehmigt und stellt wieder einen Betrag von etwa 6 Millionen Euro bereit. Der Jahresplan für die ladinische Sprachgruppe sieht einen Betrag von 280.000 Euro vor.

Wofür dieses Geld verwendet wird, welche Projekte und Einrichtungen damit unterstützt werden und was die Jugendarbeit in Südtirol leistet, haben die Landesräte Philipp Achammer und Florian Mussner am Mittwoch zusammen mit Vertretern verschiedener Jugendorganisationen bei einer Pressekonferenz im Jugenddienst "HUB37" in Meran vorgestellt.

Was Jugendarbeit alles kann

Als Vertreter der Jugendorganisationen nahmen Karlheinz Malojer (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste - AGJD), Oliver Schrott (Leiter des Jugenddienstes Meran), Salvatore Cosentino (Leiter der Streetworker und des WORK UP), Karin Husnelder (Geschäftsführerin des Netzwerks der Jugendzentren - NETZ), Sissi Prader (Vorsitzendes des Jugenddienstes Meran) und Anni Tammerle (Bereichsleiterin von WORK UP) an der Pressekonferenz teil. Sie berichteten darüber, was Jugendarbeit in Südtirol Tag für Tag leistet.

Sie kann jungen Menschen Chancen eröffnen, damit sie Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen können und tut dies auf der Basis einer kritischen Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten junger Menschen und eine den Dialog fördernde Begegnung mit Menschen und Realitäten.

Sie fördert Kompetenzen: Eine Bildung für die Zukunft muss verstärkt zur Aneignung reflexiver und sozialer Kompetenzen beitragen. Diese ermöglicht es Jugendlichen, begründet verantwortlich zu handeln.

Sie kann das auch, weil sie auf ein zusammenarbeitendes Miteinander baut und tut dies auf der Ebene der offenen Jugendarbeit oder der Jugenddienste.

Besonders betonten die Vertreter der Jugendorganisationen die sprachgruppenübergreifende Zusammenarbeit in der Jugendarbeit, die auch Jugendliche mit Migrationshintergrund mit einbezieht.

Zwei Säulen der Jugendarbeit

Das Netzwerk der Jugendarbeit wird von zwei Säulen getragen: dem personalen und dem räumlichen Angebot.

Die Jugendorganisationen, Jugenddienste und Jugendtreffs und -zentren verfügen heute weitgehend über gute Infrastrukturen. Trotzdem hat es aufgrund der Reduzierung der Investitionsmittel zugunsten der Mittel für Tätigkeiten einen Stau im Bereich der Infrastrukturen gegeben.

Das personale Angebot wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie hauptberuflichen Fachkräften gemeinsam getragen. Ehrenamtliches Engagement braucht die Unterstützung durch Hauptamtliche.

Vor allem die Jugenddienste auf Bezirksebene sichern die Begleitung, Motivation, Hilfestellung und Beratung der ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen- und Leiter der Jugendorganisationen und Jugendgruppen sowie der vielen kleinen Jugendtreffs in den Gemeinden.

lpa/stol

stol