Eine groß angelegte Polizeiaktion gegen Jugendbanden und Jugendkriminalität hat auch Südtirol betroffen <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/italienweite-grossrazzia-gegen-jugendkriminalitaet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet).</a> Hierzulande wurden 41 Jugendliche angezeigt, drei Personen verhaftet und sieben Hausdurchsuchungen durchgeführt.<BR /><BR />„Das sind beachtliche Zahlen, die bestätigen, dass es auch bei uns ein Phänomen gibt, das nicht unterschätzt werden darf“, erklärt Unterberger, Vorsitzende der Autonomiegruppe im Senat.<BR />Die landesweite Aktion richtete sich gegen Jugendliche, denen Straftaten gegen Personen und Eigentum sowie Drogendelikte vorgeworfen werden. Laut Unterberger zeigt die Entwicklung, dass auch Südtirol seit längerer Zeit mit zunehmender Jugendkriminalität und Gewalt konfrontiert sei.<h3> Vorfälle in Meran sorgten für Aufsehen</h3>Besonders im Frühjahr dieses Jahres hatten Vorfälle in Meran für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals waren Jugendgruppen wiederholt wegen Gewalttaten aufgefallen. Zu den Betroffenen zählten laut Unterberger Touristen, Gleichaltrige sowie unbeteiligte Erwachsene, die zufällig in die Situationen geraten seien.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75683381_quote" /><BR /><BR />Die SVP-Senatorin hatte daraufhin den Quästor aufgefordert, angezeigte Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern zu sogenannten Verwarnungsgesprächen einzuladen. Bei wiederholten Verstößen müssten zudem die gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen gegen Eltern geprüft werden. Außerdem brachte sie gemeinsam mit dem Jugendgericht mögliche Maßnahmen wie ein „Daspo urbano“, also ein Aufenthaltsverbot für bestimmte öffentliche Bereiche, ins Spiel.<h3> Unterberger fordert Prävention und konsequentes Handeln</h3>Um Jugendgewalt langfristig einzudämmen, müsse vor allem bei Prävention, Erziehung und Integration angesetzt werden, betont Unterberger. Wenn sich kriminelles Verhalten jedoch wiederhole, müsse der Staat konsequent eingreifen.<BR /><BR />„Keinesfalls darf der Eindruck entstehen, dass solche Straftaten folgenlos bleiben oder dass Menschen, die Gewalt und Einschüchterungen ausgesetzt sind, vom Staat allein gelassen werden“, so die SVP-Senatorin.<BR />Die jüngste Polizeiaktion zeige laut Unterberger, dass die notwendigen Instrumente vorhanden seien. Entscheidend sei nun, diese „entschlossen und kontinuierlich“ einzusetzen.