<b>+ von Thomas Spang</b><BR /><BR />Wohl wahr. Nach Stand der Dinge steht der Ausgang der Wahlen am 5. November auf Messers Schneide. Entschieden werden die in 7 sogenannten Swing States, in denen Kamala Harris und Donald Trump im Bereich der Irrtumswahrscheinlichkeit der Umfragen auseinanderliegen.<BR /><BR /> In Pennsylvania, Michigan und Wisconsin liegt die Demokratin knapp vorn, in Arizona, Georgia, Nevada und North Carolina der „Make America great again“-Kandidat.<h3> „Nur nicht übermütig werden“</h3>Selbst wenn der Trend für Harris zurzeit überall nach oben geht, sind die Margen so knapp, dass jeder Fehltritt, Skandal oder eine „Oktober“-Überraschung die Dynamik verändern kann. „Nur nicht übermütig werden“, warnt Obamas Architekt der Wahlsiege von 2008 und 2012, David Axelrod. Zumal vor dem überraschenden Rückzug Joe Bidens vor 4 Wochen noch Zweifel bestanden, ob Kamala Harris überhaupt das Zeug hat, ihn an der Spitze des Tickets zu ersetzen. <BR /><BR />Ihre Umfragewerte als Vizepräsidentin waren oft schwächer als die Bidens. Sie hatte sich beim Umgang mit der Krise an der Südgrenze zu Mexiko nicht mit Ruhm bekleckert. Geschichten über unzufriedene Mitarbeiter und Personalquerelen verfolgten sie. In Interviews servierte Harris zuweilen unverständlichen Wortsalat. Und ihren Auftritten fehlte die Energie.