Donnerstag, 17. Oktober 2019

Kapitänin Klemp prangert Menschenrechtsverletzungen an

Die deutsche „Sea-Watch“-Kapitänin Pia Klemp hat den westlichen Industrienationen eine Mitschuld bei der weltweiten Missachtung der Menschenrechte gegeben.

Bei einem Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse prangerte Pia Klemp (Mitte) die Menschenrechtsverletzungen an.
Bei einem Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse prangerte Pia Klemp (Mitte) die Menschenrechtsverletzungen an. - Foto: © Screenshot Facebook/Frankfurter Buchmesse

Sie stelle bei ihren Einsätzen immer wieder fest, „dass die Erklärung zu den Menschenrechten niemals für alle Menschen gedacht“ gewesen sei, sagte sie am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse.

Man habe nie daran gedacht, „was mit Ländern ist, die durch den imperialistischen Kapitalismus ausgebeutet werden, oder wo Menschen durch den Klimawandel zur Flucht gezwungen“ seien.

Zugleich gebe es auch in Europa Staaten, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten würden. „Dort, wo Aktivisten zu unbequem werden, greifen Staaten und Systeme ein, um das einzudämmen – das hat der italienische Staat nicht neu für uns Seenotretter erfunden, aber es wird dort angewandt“, sagte sie.

In Italien muss sich die Seenotretterin derzeit vor Gericht verantworten – ähnlich wie ihre Kollegin Carola Rackete. Das Urteil ist laut Klemp noch nicht gesprochen.

Streiterinnen- Females for Future

Die beiden Aktivistinnen Luisa Neubauer, Organisatorin der „fridays for future“-Demonstrationen und Pia Klemp, Kapitänin der Sea-Watch stellen Ihre Bücher vor. Schauen Sie sich jetzt die Live-Übertragung an.

Pubblicato da Frankfurter Buchmesse su Giovedì 17 ottobre 2019

dpa