In Zeiten der Wirtschaftskrise seien der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz und die Sorge über die derzeitige Arbeitsmarktentwicklung verständlich, meint Bildungslandesrätin Sabina Kasslatter Mur.Dennoch, betont sie, komme die Kritik an der Berufsberatung von Seiten verschiedener Jugendorganisationen überraschend: Es sei, sagt die Landesrätin, zu einfach, das Problem auf die Berufsberatung zu reduzieren.Deren Dienst haben im vergangenen Jahr immerhin rund 20.000 Personen wahrgenommen.Berufsberatung muss Arbeitsmarkt als auch Person selbst berücksichtigenEine bewusste Ausbildungs- und Berufswahl berücksichtige sowohl Berufsmöglichkeiten und Arbeitsmarkt als auch die Person mit ihren Interessen, Kompetenzen und ihrem schulischen Werdegang, so die Landesrätin.So könne garantiert werden, dass junge Menschen eine Ausbildung wählen, die zu ihnen passe.In Bezug auf die Arbeitsmarktsituation sei es möglich, sich über den aktuellen Stand zu informieren. Schwierig werde es jedoch, die Arbeitsmarktentwicklung vorherzusagen.Eine ausschließlich auf den Arbeitsmarkt ausgerichtete Studien- und Berufswahl könne demnach auch nicht einen sicheren Arbeitsplatz garantieren, zumal zwischen der Wahl einer Ausbildung und dem Eintritt in die Arbeitswelt einige Jahre vergingen.Wohl gäbe es gewisse Trends und Entwicklungen, die bei einer Studien- und Berufswahl berücksichtigt werden könnten, so die Landesrätin weiter.Mathematische, informationstechnische, naturwissenschaftliche und technische Wirtschaftsbereiche erachte man beispielsweise als zukunftsträchtig.