Ausschlaggebend seien in Zellers Augen die Unentschlossenen, die es zu überzeugen gelte. Interferenzen von außen erteilt sie eine Absage: Meran und Schenna wüssten am besten, um die die Herausforderungen auf dem Gemeindegebiet und wie diese gelöst werden können. <BR /><BR /><b>Frau Zeller, durch die SVP geht wegen des Standseilbahn-Projektes ein Graben. Sie sind eine Befürworterin, haben Sie derzeit einen schweren Stand als Stadtkomitee-Obfrau?</b><BR />Katharina Zeller: Nein, das empfinde ich nicht so. Es liegt in der Natur der Sammelpartei, dass es oft verschiedene Meinungen und Standpunkte gibt. Bei der Standseilbahn handelt es sich um ein sehr wichtiges, zukunftsweisendes Projekt und es ist absolut nachvollziehbar, dass auch Zweifel bestehen; in der Bevölkerung genauso wie in der Partei. Sie gilt es mit den technischen Fakten zu überzeugen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="911530_image" /></div> <BR /><BR /><b>Wie schaut es mit den Mehrheitsverhältnissen zu diesem heiklen Thema unterm Edelweiß aus?</b><BR />Zeller: Wie gesagt, bis heute wurde keine Abstimmung getroffen. Sicherlich halten sich Befürworter und Gegner ungefähr die Waage, das Zünglein werden deshalb die Unentschlossenen sein. <BR /><BR /><b>Jüngst gab es auch einen Zwischenruf aus der Nachbargemeine Lana vom Parteikollegen Harald Stauder. Hat dieser da ein Mitspracherecht?</b><BR />Zeller: Das Projekt betrifft vor allem die Gemeinden Meran und Schenna, und die Gemeinden wissen sicherlich selbst am besten, welche die Herausforderungen auf dem Gemeindegebiet sind und wie sie gelöst werden können.<BR /><BR /><b>Stauders Vorschlag: Talstation am Bahnhof?</b><BR />Zeller: Eine Talstation am Bahnhof klingt gut, aber wenn man diesen Punkt mit Technikern vertieft, werden die Risiken schnell deutlich. Denn es ist sehr problematisch im Lockergestein unter einem Wohnviertel einen Tunnel zu bauen. Wir sehen derzeit bei der Nord-West-Umfahrung, was das für die Anrainer bedeutet.<BR /><BR /><b>Welche sind nun die nächsten Schritte innerhalb der SVP?</b><BR />Zeller: Der nächste Schritt ist, zunächst mit den Mehrheitspartnern abzuklären, wann die Abstimmung zum Grundsatzbeschluss im Gemeinderat stattfindet und ob der Bürgermeister dazu aufruft, dass die Mehrheit einen geschlossene Position einnimmt. <BR /><BR /><b>Wären Sie selbst dafür?</b><BR />Zeller Ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite ist es wichtig, dass jeder nach seinem Gutdünken entscheidet, andererseits, wenn wir als Stadtrat hinter dem Projekt stehen, dann ergibt es genauso Sinn, dass man deutlich macht, dass das Projekt samt Auflagen und Forderungspaket ein Projekt der Mehrheit ist und von dieser mitzutragen ist. Entscheidet man sich dafür, gehen wir in die Partei und stimmen darüber ab.<BR /><b><BR />Wird der Grundsatzbeschluss noch vor der Sommerpause gefasst?</b><BR />Zeller: Geheißen hat es im Juli, aber noch ist kein Datum festgelegt. Könnte aber auch im August sein.<BR /><BR /><b>Riskiert das Projekt wegen der Gegenstimmen der Bauern im Rat versenkt zu werden oder zählt man auf die Stimmen der Grünen?</b><BR />Zeller: Eigentlich würde es mich sehr verwundern, wenn die Grünen dagegen stimmten, denn sie waren die großen Befürworter und Ex-Bürgermeister Paul Rösch hatte ja in seiner Amtsperiode das Ok für die entsprechenden PPP-Projekte gegeben.<BR /><BR /><b>Apropos Grüne: Was sagen Sie zur Kandidatur von Madeleine Rohrer? Wird das Regieren bequemer, sollte sie in den Landtag wechseln?</b><BR />Zeller: Sollte Madeleine in den Landtag wechseln, verlieren die Grünen in Meran mit ihrer erfahrenen und geschickten Fraktionssprecherin ihr Zugpferd. Der Rest wird sich zeigen.<BR />