Nach einem trockenen Winter ist die Region Sizilien mit einer schweren Dürre konfrontiert. <BR /><BR />Die Regionalregierung hat daher einen kürzlich eingerichteten Krisenstab beauftragt, strukturelle Maßnahmen zu ermitteln, um die Wasserknappheit zu bewältigen. In mehreren Gemeinden wird das Wasser rationiert. Zum ersten Mal wird die obligatorische Rationierung des Trinkwassers von bis zu 45 Prozent nicht nur einige Städte betreffen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1001791_image" /></div> <BR /><BR />„Ab Montag wird in mehr als 93 Gemeinden Wasserrationierungen eingeführt, von denen 850.000 Einwohner betroffen sind“, erklärte Massimo Burruano, Direktor von Siciliacque, der Gesellschaft, die für die Wasserversorgung auf der Insel zuständig ist. Damit will man genug Wasser für die Viehzucht und die landwirtschaftliche Produktion sicherstellen. Die Insel zählt zu Europas größten Produzenten von Zitrusfrüchten, Oliven und Weizen.<h3> Landwirtschaft hart getroffen</h3>„Die Wetterlage in den vergangene Monaten hat zu einem erheblichen Rückgang der Wassermenge in den Stauseen geführt, sodass eine regelmäßige Bewässerung der Böden zum Ausgleich der fehlenden Niederschläge nicht möglich ist. Wir sind uns der heiklen Lage bewusst und werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen“, sagte Luca Sammartino, der sizilianische Landwirtschaftsbeauftragte. <BR /><BR /> „Die Wasserkrise trifft unser Gebiet hart. Das Ausbleiben des Regens in Verbindung mit dem akkumulierten Wasserdefizit führt zu einer beispiellosen Krise für die Landwirte, von der in der letzten Kampagne vor allem die Produktion von kleinen Zitrusfrüchten betroffen war“, sagte Federica Argentati, Präsidentin des Konsortium der Zitrusfrüchte-Produzenten auf Sizilien.