„Die Optik ist nicht gut“, gesteht SVP-Sprecher Harald Stauder, der sich zudem auch nicht erklären kann, wie es zu diesem Malheur kommen konnte. Schließlich habe man innerhalb der Mehrheit Regeln. Und eine davon ist, dass Beschlussanträge mit den jeweiligen Landesräten abgestimmt werden müssen. Und Mair hatte gebeten, ihn bis März zurückzuziehen. <BR /><BR />Bis dahin sollten die Vorschläge ihres Arbeitstisches stehen. Man habe daher gar nicht anders können, als den Antrag abzulehnen. Einen schwelenden Konflikt zwischen den beiden Frauen könne er nicht erkennen. Überhaupt gehe es innerhalb der Mehrheit harmonisch und freundschaftlich zu, wie in einer Schulklasse. Und die Rolle Deegs in dieser Klasse? „Jedenfalls nicht die der Klassensprecherin“, antwortet Stauder knapp. <h3> Keinen Kompromiss gefunden</h3>Wäre die Opposition gestern bei der Abstimmung vollzählig gewesen (gefehlt haben Thomas Widmann, Myriam Atz und Renate Holzeisen) und hätte sich geschlossen hinter Deeg gestellt, wäre der Antrag durchgegangen. So jedoch war der Abstimmungssieg gegen Deeg „von vorneherein klar“. Man habe bis zum Schluss versucht, mit Deeg zu reden und einen Kompromiss zu finden. „Damit sind wir leider gescheitert“, so Stauder. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68174369_quote" /><BR /><BR />Deeg selber bekräftigt, sie nehme die Abstimmungsniederlage nicht persönlich: „Ich habe keine Regeln gebrochen. Mir geht es nur darum, inhaltlich zu arbeiten – und hier konkret, dass in Sachen Bausparen etwas weitergeht. Das wäre gerade vielen jungen Leuten zugute gekommen. Warum das abgelehnt wurde, das müssen andere erklären. Ich werde deswegen sicherlich bei künftigen Abstimmungen nicht 'bocken', das wäre kindisch und ist nicht mein Stil“.