„Das Referendum ist gescheitert. Das heißt, dass es in den kommenden fünf Jahren keine Volksabstimmungen zu den selben Themen geben kann, aber nicht, dass es ad acta gelegt wird. Wir müssen überlegen, was getan werden kann. Einige Änderungen wird es bestimmt geben“, so Durnwalder. Ein neues Gesetz zur Volksabstimmung werde nicht in Angriff genommen. „Das bestehende Gesetz wird nochmals überprüft, denn viele offene Fragen sind zu klären." Änderungen am Quorum werde es nicht geben.Klarheit fordert Durnwalder z.B. in Sachen Durchführbarkeit einer Volksabstimmung. „In Zukunft muss im Vorfeld abgeklärt werden, ob ein Gesetzentwurf, der zur Abstimmung gebracht wird, verfassungskonform ist oder nicht“, forderte Durnwalder. Auch „doppelte Abstimmungen“ über ein Thema solle es nicht mehr geben. Einen Grund für das gescheiterte Referendum sieht Durnwalder in der geringen Wahlbeteiligung der Italiener. „Viele italienischsprachige Wähler hatten wohl Angst, dass eine Mehrheit über eine Minderheit bestimmt. Ihre Nicht-Teilnahme war wahlentscheidend.“ Den „Vorwurf“, dass damit erneut – ähnlich wie bei den Landtagswahlen im Oktober 2009 - Südtirols Italiener für die SVP die Kohlen aus dem Feuer geholt haben, will Durnwalder nicht auf seiner Partei sitzen lassen. „Viele Italiener sind aus Eigeninteresse nicht zur Abstimmung gegangen und nicht weil sie der SVP einen Gefallen machen wollten“, so Durnwalder abschließend. stol