Dienstag, 06. Oktober 2020

Keine Ausgangssperre, aber Maskenpflicht im Freien: Dekret vorgestellt

Am Dienstagvormittag hat Gesundheitsminister Roberto Speranza das neue Dekret über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen im Parlament vorgestellt. Es soll bereits am Mittwoch in Kraft treten.

Mit dem neuen Dekret soll keine Ausgangssperre verhängt werden, aber eine Maskenpflicht – auch im Freien.
Mit dem neuen Dekret soll keine Ausgangssperre verhängt werden, aber eine Maskenpflicht – auch im Freien. - Foto: © shutterstock
Keine Ausgangssperre, dafür aber eine staatsweite Maskenpflicht in der Öffentlichkeit: Wie berichtet will Rom in Anbetracht der sinkenden Temperaturen und der steigenden Infektionszahlen bestehende Sicherheitsmaßnahmen erneut verschärfen.

Diese betreffen vor allem die Maskenpflicht: Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes soll bei Beschluss des Dekrets auch im Freien greifen, wenn fremde Personen in der Nähe sind.

Bei einem einsamen Spaziergang im Wald oder im Auto etwa muss die Maske natürlich nicht getragen werden, schreibt unter anderem der „Corriere della Sera“.

Soll bereit am Mittwoch in Kraft treten

Das Dekret wurde am Dienstagvormittag dem Parlament vorgestellt. Darin wird der Notstand, der am 15. Oktober ausläuft, bis 31. Jänner 2021 verlängert.

Der Ministerrat tritt am heutigen Dienstagabend um 20.30 Uhr zusammen, es wird vermutet, dass das Dekret dann genehmigt wird. Dann sollen auch die Vertreter der Regionen, Provinzen und Gemeinden darüber beraten.

Die Regierung schließt bislang eine frühere Schließung von Nachtlokalen, Restaurants und Bars aus, Tanzveranstaltungen, auch im Freien, sind jedoch untersagt.

Bei Privatfeiern wie Hochzeiten und Taufen sollen maximal 200 Personen zugelassen werden.

Das Dekret soll eine Gültigkeit von 30 Tagen haben.

Auch Heer soll kontrollieren – Saftige Geldstrafen möglich

Neben den Polizeikräften soll künftig auch das Heer auf die Einhaltung der Vorschriften achten.

Der „Corriere della Sera“ berichtet von saftigen Strafen, sollte die künftige Maskenpflicht nach Beschluss nicht eingehalten werden. Die Geldstrafen sollen von 550 bis 3000 Euro reichen.

Kompatscher: „Schauen, was Rom macht, dann entscheiden wir“

Noch ist das Dekret nicht beschlossen, und auch dann gilt es abzuwarten, wie es in Südtirol angewandt wird. Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärt dazu im Tagblatt „Dolomiten“ am Dienstag: „Wir schauen uns an, was Rom tatsächlich macht und werden zu allen Punkten eine autonome Bewertung mit unseren Experten vornehmen. Dann entscheiden wir.“

liz

Schlagwörter: