Montag, 27. April 2015

Keine Beiträge mehr für Kleinbauern?

"Südtiroler Kleinbauern, die weniger als zwei Hektar Fläche mähen, erhalten seit Jahresbeginn keine Landesbeiträge mehr", kritisiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner in einer Presseaussendung.

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Für Südtirols Kleinbauern soll es in Zukunft keine Landesbeiträge mehr geben. Dies gehe aus der Antwort von Landesrat Arnold Schuler auf eine Anfrage des Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Pius Leitner hervor.

Leitner beanstandet in seiner Anfrage, dass kleine Bauern durch diese Maßnahme durch den Rost fallen und ans Aufgeben denken würden. Der Freiheitliche Abgeordnete wollte demnach wissen, was die Landesregierung zur Einstellung dieser Beitragsvergabe bewogen hat und welche Summe dadurch eingespart wird.

Schuler verweist zu Beginn der Antwort darauf, dass das Land Südtirol in dieser Hinsicht auf eine Änderung der EU-Programme für die Agrarförderung reagiert. Südtirol müsse sämtliche Kriterien für die Landesförderungen für den Bereich Landwirtschaft bis 2020 neu regeln. 

Neue Förderkriterien 

Hinzu komme, dass durch Reduzierungen im Landeshaushaushalt die neuen Förderkriterien in der Landwirtschaft eine Reduzierung der jährlichen Ausgaben in erheblichem Ausmaß beinhalten. Aufgrund dieser massiven Einsparung wurde eine Konzentration der Fördermittel notwendig; zusätzlich soll dies auch eine bestimmte Flächenmobilität bewirken – was immer das bedeuten mag. Leitners Frage, welche konkrete Summe durch diese Maßnahme eingespart wird, wollte der Landesrat jedoch nicht beantworten.

Für Pius Leitner sind Schulers Antworten nicht nachvollziehbar. „Gerade die kleinen Flächen machen an Beiträgen nicht viel aus. Das Argument, die Beitragsvergabe sei für das Land mit hohen Kosten verbunden, kann dadurch entkräftet werden, dass Ansuchen und Bürokratie vorwiegend vom Bauernbund abgewickelt werden“, schreibt Leitner in einer Pressemitteilung. „Es besteht Anlass zur Sorge, dass immer mehr Kleinbauern ihr Vieh verkaufen und dass viele Flächen zuwachsen werden – was sich wiederum nachhaltig negativ auf unser Landschaftsbild auswirken wird“, warnt der Abgeordnete abschließend.

stol

   

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