Donnerstag, 06. Juni 2019

Keine Einigung zwischen USA und Mexiko im Grenzstreit

Im Handels- und Grenzstreit zwischen den USA und Mexiko haben sich die Außenminister beider Länder zunächst nicht geeinigt. „Es wurden Fortschritte erzielt, aber bei weitem nicht genug”, schrieb US-Präsident Donald Trump, der nicht persönlich an den Gesprächen teilnahm, am Mittwoch auf Twitter. Die mexikanische Regierung teilte mit, dass die Verhandlungen am Donnerstag fortgesetzt werden sollen.

US-Präsident Donald Trump will mit Zöllen Druck auf Mexiko ausüben. - Foto: APA (AFP)
US-Präsident Donald Trump will mit Zöllen Druck auf Mexiko ausüben. - Foto: APA (AFP)

„Wir werden versuchen, uns anzunähern“, sagte Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard. Sollte es zu keiner Einigung komme, werden von Montag alle Importe aus Mexiko mit Sonderzöllen in Höhe von fünf Prozent belegt, schrieb Trump.

Der US-Präsident setzt die Zolldrohung als Druckmittel ein. Er möchte Mexiko dazu bewegen, mehr für die Grenzsicherung zu tun, um den Strom von Einwanderern in die USA einzudämmen.

Nach offiziellen Angaben wurden an der Südgrenze der USA allein im Mai 144.000 Menschen festgesetzt, davon viele Kinder, die ohne ihre Eltern unterwegs waren. Dies ist 3 Mal soviel wie ein Jahr zuvor. Hunderttausende Menschen fliehen jedes Jahr vor der Armut und der Gewalt in Guatemala, El Salvador und Honduras und machen sich durch Mexiko auf den Weg in die USA.

Mexikos Außenminister Ebrard räumte ein, dass die derzeitige Situation nicht tragbar sei. Uneinigkeit herrschte aber offenbar über die Frage, wie die Migration eingedämmt werden soll. Die USA wollten Maßnahmen, die kurzfristig Wirkung zeigten, sagte Ebrard. Mexiko hingegen sei daran interessiert, das Problem langfristig zu lösen.

apa/dpa

stol