Bei der Ratssitzung in Waidbruck stand die Nachbesetzung des Postens der zurückgetretenen Gemeindereferentin Franziska Gasser (SVP) auf der Tagesordnung. „Wir sind noch nicht endgültig soweit“, sagte Bürgermeister Philipp Kerschbaumer am Dienstag.<BR /><BR />Er hatte dem Rat Monika Nössing (Bürgerliste) als neue Gemeindereferentin vorgeschlagen. Bei der Abstimmung kam die notwendige Mehrheit von 7 Ja-Stimmen nicht zustande. Die Räte der Bürgerliste stimmten für Monika Nössing als Referentin, die SVP-Räte enthielten sich der Stimme.<BR /><BR /> Dem Bürgermeister bleiben nun noch knapp 30 Tage für die Neubesetzung des Postens. Scheitert sie, gibt es in Waidbruck Neuwahlen.<h3> „Habe bei allen Willen zum Weiterarbeiten gespürt“</h3>Der Bürgermeister ist trotz der knapper werdenden Zeit optimistisch: „Die Gemeinderatssitzung ist sehr sachlich verlaufen. Ich habe bei allen Räten den Willen zum Weiterarbeiten gespürt. Es hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet, dass die SVP weitere Gespräche führen möchte“. <BR /><BR />Noch im Laufe der Woche wolle man sich zu Gesprächen zusammensetzen, um einen gangbaren Weg auszuloten. „Wenn, dann kommen wir beim Reden zusammen, und nicht beim Hin- und Herschreiben. Diese Zeit geben wir uns jetzt“, unterstreicht er. <BR /><BR />Er wolle dem Wählerwillen nachkommen und bis zum Ende der regulären Amtsperiode weiterarbeiten. „Jeder Gemeinderat muss in dieser Hinsicht seine Verantwortung sehen“, meint er. Ob bei der nächsten Ratssitzung „in 2-3 Wochen“ über den gleichen oder einen anderen Namensvorschlag abgestimmt werde, sei noch offen. <h3> „Werden unsere Forderungen darlegen“</h3>Die SVP-Fraktion hat klare Vorstellungen, wie es zu einer Einigung kommen könnte. „Wir werden beim vereinbarten Gespräch dem Bürgermeister unsere Bedingungen und Forderungen vorlegen. Uns ist wichtig, dass er unsere Anliegen dann in sein programmatisches Dokument aufnimmt“, erklärt Oswald Rabanser (SVP). <BR /><BR />Es gehe dabei unter anderem darum, dass keine fehlerhaften Beschlussvorlagen und Unterlagen mehr vorgelegt würden oder um die Einhaltung von Terminen. Man wünsche zudem, dass der Bürgermeister seine Zuständigkeit für die öffentlichen Arbeiten abgebe, erklärt Rabanser. Obwohl Geldmittel und fertige Projekte da seien, würde alles auf Sparflamme laufen. Das müsse sich ändern. <BR /><BR />„Wenn der Bürgermeister bereit ist, auf unsere Forderungen einzugehen und sie auch zu verschriftlichen, werden wir eine Lösung finden, um weiter zusammenzuarbeiten und Neuwahlen zu verhindern. Ansonsten ist eine Zusammenarbeit nicht möglich“.