Donnerstag, 26. März 2020

Keine Mülltrennung für Covid-19-Patienten

Das Thema „Entsorgung von Hausmüll“ stand im Mittelpunkt der virtuellen Landesmedienkonferenz am Donnerstag. Anwesend waren Landeshauptmann Arno Kompatscher, Umweltlandesrat Giuliano Vettorato und der Direktor der Landesumweltagentur, Flavio Ruffini. Wichtigster Punkt: Mülltrennung ist für Covid-19-Patienten aufgehoben.

Das Thema „Entsorgung von Hausmüll“ stand im Mittelpunkt der  virtuellen Landesmedienkonferenz am Donnerstag. Anwesend waren  Landeshauptmann Arno Kompatscher, Umweltlandesrat Giuliano Vettorato und der Direktor der Landesumweltagentur, Flavio Ruffini.
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Das Thema „Entsorgung von Hausmüll“ stand im Mittelpunkt der virtuellen Landesmedienkonferenz am Donnerstag. Anwesend waren Landeshauptmann Arno Kompatscher, Umweltlandesrat Giuliano Vettorato und der Direktor der Landesumweltagentur, Flavio Ruffini.
Landeshauptmann Arno Kompatscher, der seit seinem negativen Covid-19-Test wieder ohne Schutzmaske auftritt, erläuterte zunächst die aktuellen Zahlen.

Es lasse sich noch kein Trend ablesen, so Kompatscher, da die Zahl der Tests schwankend ist und auch die Anzahl der Tests zu gering. Es gebe allerdings kein exponentielles Wachstum.

„Das ist ein Silberstreifen am Horizont, allerdings kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Die nächsten Tage sind entscheidend.“ Der Landeshauptmann appelliert deshalb erneut: „Halten wir weiter durch, beißen wir weiter die Zähne zusammen, denn sonst könnte alles, was wir bisher geleistet haben, umsonst gewesen sein.“

Gemeindesteuern und Gemeindegebühren aufgeschoben

Außerdem erklärte Kompatscher noch, dass er eine Verordnung unterschrieben habe, die vorsieht, dass alle Gemeindesteuern bis 15. Dezember ausgesetzt sind, die Bezahlung der Gebühren wie etwa Müllgebühren, Trinkwasserversorgung und Abwassergebühren bis 30. Juni.

Müllentsorgung

Der Virus muss auf allen Ebenen eingedämmt werden, auch bei der Müllversorgung ist penibel auf Einiges zu achten. Die Regeln sind nun für Infizierte oder sich in Quarantäne befindliche Personen und für gesunde Personen unterschiedlich.

Der Direktor der Landesumweltagentur, Flavio Ruffini, erklärt, was jetzt im jeweiligen Fall zu tun ist.

Strenge Müll-Regeln für Infizierte und Verdachtsfälle

Alle Personen, die an Covid-19 erkrankt sind und nicht im Krankenhaus sind und auch jene, die sich in Quarantäne befinden, sollen den Hausmüll NICHT mehr trennen. Auch wenn das Herz für die Umwelt blutet: Ganz gleich ob Plastik, Biomüll, Papier, Metall oder Glas, alles kommt jetzt ungetrennt in den Hausmüll.

Folgende Regeln sind einzuhalten:

Verwenden Sie für Ihren Müll mindestens 2 widerstandsfähige Beutel.

Verschließen Sie diese Müllsäcke anschließend sehr sorgfältig und mit großer Vorsicht mit Klebeband, damit davon keine Gefahr mehr ausgeht.

Danach waschen Sie sich bitte gründlich die Hände.


Wie Ruffini sagt, werde dieser unsortierte Hausmüll im Müllverbrennungsofen sachgerecht verbrannt. Es gehe dann kein Restrisiko mehr von dem kontaminierten Müll aus.

Für nicht infizierte Personen gelten die Regeln wie gewohnt

Für alle anderen Personen gelten die Regeln wie bisher. Die Müllentsorgung und Mülltrennung ist für sie wie gewohnt fortzusetzen. Nur Schutzmasken, Handschuhe und Papiertaschentücher sind in den Hausmüll zu geben. Die Müllsäcke sind immer gut zu verschließen.

Bitte verschieben Sie Arbeiten im oder rund ums Haus, wo viel Müll anfällt. Die Recyclinghöfe obliegen den Gemeinden, nicht alle haben geöffnet. Wenn Sie unbedingt hin müssen, halten Sie sich an die Mindestabstände und an die bekannten Regeln zur Eindämmung des Coronavirus.



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