Der Wechsel an der Landtagsspitze zur Halbzeit der Legislatur sollte eigentlich Formsache sein. Die Vergangenheit aber zeigt, dass es auch anders laufen kann. Veronika Stirner wurde nicht zur Landtagsvizepräsidentin gekürt und auch Rosa Thaler könnte ein Lied davon singen. Auch diesmal sind die Reihen hinter Arnold Schuler in der Mehrheit nicht geschlossen. Auf die Frage des Landeshauptmanns, ob er davon ausgehen könne, dass alle in der SVP-Fraktion hinter Schuler und Gennaccaro stehen, kam gestern jedenfalls kein Ja von allen.<BR /><BR />Sauer stößt Waltraud Deeg auf, dass die Sache schon als gelaufen erklärt wird. Es gebe aber keine Automatismen. Sie verlange eine Diskussion in Partei und Fraktion. Immerhin, so Deeg letzte Woche gegenüber s+, sei sie als Sechstgewählte auf der SVP-Liste eine sehr gut gewählte Mandatarin und „jederzeit bereit, Verantwortung zu übernehmen.“<h3> Mehr Chancen für Deeg in Regionalregierung</h3>SVP-Leitung ist vor der Kür im Landtag keine mehr geplant. „Ich gehe davon aus, dass wir die Diskussion in der Fraktion noch diese Woche führen“, sagt Harald Stauder. Seit jeher sei der Präsident zur Halbzeit aber zum Vize gewählt worden. „Sollte jemand ein Amt anstreben, so wäre es zudem günstig, dies einige Monate zuvor bekanntzugeben, statt zehn Tage vor der Wahl“, meint Stauder.<BR /><BR />Mehr Chancen als im Landtag werden Deeg für die Regionalregierung eingeräumt. Auch hier steht ein Wechsel an und die SVP muss eine Assessorin stellen. „Ich“, sagt Landesrätin Rosmarie Pamer. Das würde dann auch keine Kosten verursachen. Dieses Argument greift aber nur begrenzt. Bisher stets in Personalunion bekleidet, hat die SVP 2024 die Ämter des Landtags- und des Regionalratspräsidenten auf zwei Schultern (Schuler, Noggler) verteilt. Dies hat zusätzliche Kosten verursacht.