Freitag, 18. März 2016

Keinen Plan? Von wegen, kontert Schuler

Landtagsabgeordneter Albert Wurzer hatte den für die Berglandwirtschaft zuständigen Landesrat Arnold Schuler angeprangert, dieser komme mit seinen Plänen nicht nach. Das dem nicht so sei, resümiert nun der Betroffene in einer Aussendung am Freitag.

Das hat er nicht auf sich sitzen lassen: Landesrat Arnold Schuler berichtet, wie der Aktionsplan Berglandwirtschaft umgesetzt wird.
Badge Local
Das hat er nicht auf sich sitzen lassen: Landesrat Arnold Schuler berichtet, wie der Aktionsplan Berglandwirtschaft umgesetzt wird. - Foto: © D

"Es wurden bereits bedeutende Maßnahmen in Richtung des Aktionsplanes umgesetzt", unterstreicht der Landwirtschaftslandesrat am Freitag als Antwort auf die schriftliche Anfrage Wurzers: "Wir klären aber natürlich weiterhin gerne bei jeder Gelegenheit über den Stand des Aktionsplanes auf. Manch Gutes braucht aber auch seine Zeit - die Probleme der Berglandwirtschaft lassen sich nicht über Nacht lösen. Es wurde sicher schon lange nicht mehr so umfassend mit Arbeiten in diesem Bereich begonnen."

Mit der Freien Universität Bozen, dem Versuchszentrums Laimburg, dem Beratungsring für die Berglandwirtschaft (BRING) und den verschiedenen Interessenvertretern wurden mehrere Treffen abgehalten, um die Ausrichtung des Aktionsplanes festzulegen.

Aus diesem Topf stammen die 25 Millionen Euro

Die Finanzierung der 25 Millionen Euro sei über mehrere Finanzierungsquellen angestrebt, ein wesentlicher Teil etwa über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. "Es wurden aber auch bereits finanzielle Mittel für den Aktionsplan vorgesehen und erste Geräte angekauft und Mitarbeiter eingestellt, um diesen Forschungsbereich voranzutreiben", so Schuler. So wurden 400.000 Euro an Investitionsausgaben getätigt, etwa in ein Massenspektometer zur Forschung in der Lebensmittelsicherheit und Rückstandsmessung sowie in weitere Geräte für ein Qualitätslabor zur Zertifizierung des heimischen Fleisch und Speckes investiert.

Zudem würden bereits bestehende Geräte von Seiten der Universität wie des Versuchszentrums Laimburg für die Forschungszwecke des Aktionsplanes eingesetzt. Weiters seien bereits mehrere Wissenschaftler an der Universität Bozen zur Forschungstätigkeit im Berglandwirtschaftsbereich eingestellt worden.

"Die Lösungen kommen, brauchen aber ihre Zeit"

Ein habilitierter Südtiroler Jurist befasse sich mit den rechtlichen Fragen des Aktionsplanes sowie den überbetrieblichen Kooperationen im Berglandwirtschaftsbereich im Hinblick auf die Gemeinschaftsställe. Eine Agrarökonomien des Bereiches Agrarmarketing führe derzeit ihre Studien zur Marktanalyse sowie der Vermarktung des Qualitätsfleisches durch. Auch am Versuchszentrum Laimburg werde bereits aktiv an Lösungen für die Landwirte gearbeitet. Dort arbeiten derzeit an die 20 Vollzeitarbeitskräfte in diesen Bereichen, im Rahmen des Aktionsplanes wird das Kontingent erweitert.

"Natürlich bedarf es für diese umfangreichen Neuanstellungen etwas Zeit, da einerseits die Ausschreiberegeln einhalten und auch geeignete Bewerber für die Forschungstätigkeit gefunden werden müssen", schließt Landesrat Schuler.

stol/lpa

stol