Landesrat Christian Bianchi (Uniti/Lega) meint, Kerschbaumer bleibe „immer ein Terrorist“ und auch Sandro Repetto (PD) kritisiert das „Schock-Manifest“. Schützen-Landeskommandant Roland Seppi kontert: Urzì sollte sich doch übers Siegesdenkmal aufregen: „Das ist offizielle staatliche Gewaltverherrlichung.“<BR /><BR />Auftraggeber der Plakataktion sind Schützenbund und Heimatbund. Urzì machte seinem Ärger darüber in der Abgeordnetenkammer Luft und kündigte an, auch die Regierung in Rom zu informieren. Kerschbaumer sei Gründer und Aktivist des Befreiungsausschusses Südtirol, „einer terroristischen, sezessionistischen Organisation, die für Hunderte von Attentaten verantwortlich ist – viele davon tödlich“, meinte Urzì.<h3> Mit diesen Plakaten wird für Bomben gedankt</h3>Auf diesen Plakaten werde nun „für Bomben gedankt“. Das sei unverantwortlich. Südtirol sei in vielfacher Hinsicht ein Modell – mit diesen Plakaten werde das Südtirol-Bild beschmutzt. Zudem werde mit Erhard Hartung ein Mann, der wegen des Attentats auf der Porzescharte mit 4 Toten zu lebenslanger Haft verurteilt worden sei, bei der Sepp-Kerschbaumer-Feier am Sonntag die Ansprache halten, kritisiert Urzì. <BR /><BR />Landesrat Christian Bianchi schreibt auf Facebook, Kerschbaumer sei ein skrupelloser Terrorist gewesen, an der Spitze einer skrupellosen Organisation, die für schwere Attentate und zahlreiche Tote verantwortlich sei.<h3> Schützen-Landeskommandant verteidigt Plakataktion</h3>Schützen-Landeskommandant Roland Seppi verteidigt die Plakataktion: „Wir erinnern damit an Sepp Kerschbaumer und seine Weggefährten, die aufgrund des Verhaltens des italienischen Staates gezwungen waren, zu diesen Mitteln zu greifen. Ohne ihren Einsatz wäre es danach mit der Autonomie nicht so weitergegangen. Deswegen gebühren ihnen Dank und Anerkennung, damit man sie nicht vergisst.“ <BR /><BR />Was hingegen Erhard Hartung betrifft, so sei dieser ebenfalls ein Freiheitskämpfer gewesen, der sich wie Sepp Kerschbaumer engagiert habe. Heimatbund-Obmann Roland Lang betont, dass die Südtirol-Aktivisten maßgebliche Verdienste für den Erhalt der Minderheit gehabt hätten, sonst wäre die Italienisierung weiter fortgesetzt worden. „Und wir wären heute eine kleine Minderheit wie die Fersentaler oder die Luserner“, meint Lang. Was Hartung betrifft, so sei dieser dann in Österreich vor Gericht für die ihm angelasteten Straftaten freigesprochen worden.<BR /><BR />Wegen dieser Plakate fordert die Meraner Gemeinderätin Paola Zampieri (FdI) nun den Rücktritt von Gemeinderatspräsident Christoph Mitterhofer (SVP), der die Plakataktion billige. Das Team K Meran fordert Mitterhofer auf, sich dazu zu äußern, da er ein Foto des Plakats auf seinem Instagram-Profil veröffentlicht habe.