Die jüngste anti-iranische Aufwiegelung habe sich von früheren Vorfällen unterschieden, „da sich der US-Präsident persönlich einmischte“, so Khamenei. <BR /><BR />Der Iran betrachte den US-Präsidenten für schuldig, sowohl „wegen der Opfer, als auch wegen der entstandenen Schäden und wegen der Verleumdung, die dem iranischen Volk zugefügt wurde“, sagte Chamenei laut einer Übersetzung der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews. Amerika müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden.<h3> „Den Aufrührern das Rückgrat brechen“</h3>Das geistliche Oberhaupt kündigte zudem ein hartes Vorgehen gegen „Aufrührer“ an. „Mit Gottes Gnade muss die iranische Nation den Aufrührern das Rückgrat brechen, so wie sie dem Aufruhr das Rückgrat gebrochen hat“, sagte er in seiner Rede. <BR /><BR />„Wir haben nicht vor, das Land in einen Krieg zu führen, aber wir werden einheimische Verbrecher nicht verschonen“, fügte Khamenei hinzu. Noch schlimmer als einheimische Verbrecher seien internationale Verbrecher. „Auch sie werden wir nicht verschonen“, warnte der Ayatollah.<h3> Aufruf zu neuen Protesten</h3>Schah-Sohn Reza Pahlavi rief die Iraner unterdessen zu neuen Protesten am Wochenende auf. In Onlinenetzwerken kündigte der in den USA lebende Oppositionelle neue Demonstrationen im ganzen Land an. Allerdings haben die Proteste laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien wegen der „brutalen“ Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte zuletzt an Kraft verloren.<BR /><BR />Pahlavi, der Sohn des im Zuge der Islamischen Revolution von 1979 gestürzten Schahs, rief die Iraner auf, am Wochenende erneut ihre Stimme zu erheben. Sowohl am Samstag- als auch am Sonntagabend sollten die Iraner jeweils um 20.00 Uhr „ihre Stimme aus Wut und Protest“ erheben. Der Oppositionelle zeigte sich zudem zuversichtlich über einen Sturz der iranischen Führung. „Die Islamische Republik wird fallen - die Frage ist nicht ob, sondern wann“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Pahlavi kündigte zudem seine Rückkehr in den Iran an.