„Wir befürchten, verhaftet zu werden. Angesichts der großen Aufmerksamkeit der Regierung in Rom und des italienischen Volkes für unseren Kampf, bitten wir Premierminister Berlusconi um politisches Asyl. So hätten wir einen Ort auf der Welt, wo wir sicher sein können“, sagte der Sohn der verurteilten Iranerin, Sayyad Mohammadi-Ashtiani, im Interview mit der Nachrichtenagentur ADNKronos am Dienstag.„Niemand antwortet hier in Teheran auf unsere legitimen Fragen über das Schicksal unserer Mutter, wir bangen um ihr Leben. Wir bitten alle, uns nicht allein zu lassen“, sagte der 22-Jährige. Er appellierte auch an den Papst, gegen die Hinrichtung seiner Mutter aufzutreten.Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wurde Sakineh Mohammadi-Ashtiani wegen einer „unrechtmäßigen Beziehung“ zu zwei Männern nach dem Tod ihres Ehemanns zum Tode verurteilt. Iranischen Angaben zufolge wurde die Frau im Jahr 2006 wegen Ehebruchs und Verwicklung in den „Mord“ an ihrem Ehemann verurteilt. Die geplante Steinigung ist vorerst ausgesetzt worden. Die Strafe der wegen Ehebruchs verurteilten Frau werde von den Behörden geprüft, teilte das Außenministerium mit. Der Fall hatte der Islamischen Republik internationale Kritik eingebracht und die Beziehungen zum Westen weiter belastet.Für die Iranerin hatte sich auch die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Carla Bruni, eingesetzt. Sie wurde daraufhin von einer iranischen Zeitung als Prostituierte geschmäht, die den Tod verdient habe.apa