Montag, 15. Juni 2020

Kinos, Theater und Wellnesszentren dürfen wieder öffnen

Während Italien weitere Lockerungsschritte unternimmt und am Montag wieder Kinosäle, Theater und Wellnesszentren öffnen dürfen, wächst die Sorge wegen einiger Covid-19-Fälle in Rom.

Vor allem Freiluftkinos will die italienische Regierung fördern, wie hier im Palazzo Reale in Mailand.
Vor allem Freiluftkinos will die italienische Regierung fördern, wie hier im Palazzo Reale in Mailand. - Foto: © ANSA / Matteo Corner
In Italien bereitet sich nunmehr die Freizeitindustrie auf den Neubeginn vor. Ab dem heutigen Montag öffnen Kinos und Theater. Zugelassen sind bei Konzerten maximal 200 Zuschauer, bei Freiluftkonzerten bis zu 1000 Personen.

Die Regierung will vor allem Freiluftkinos fördern, wo der Abstand zwischen Menschen leichter eingehalten werden kann.

Thermalbäder und Wellnesszentren dürfen in Regionen mit niedrigen Fallzahlen wieder Gäste empfangen. Auch Bingo-Säle und Spielhallen machen auf, im Gegensatz zu Diskotheken, die erst am 14. Juli wieder öffnen dürfen.

Auch Vergnügungsparks und Sommercamps für Kinder starten. In Venedig kam es am Wochenende zu Demonstrationen gegen den neuerlich zu erwartenden Massentourismus.

Mit dem Einstieg in „Phase 3“ und den damit verbundenen Lockerungen hat Italien zudem 25 Flughäfen wieder geöffnet, darunter der Terminal 1 des größten norditalienischen Flughafens, Mailand Malpensa. Erwartet wird in der zweiten Juni-Hälfte eine Zunahme des Flugverkehrs.

14 Neuinfektionen in Rom

14 neue Infektionen wurden am Sonntag in der Hauptstadt gemeldet, 5 davon sind auf das Krankenhaus San Raffaele Pisana in Rom zurückzuführen, in dem sich einige Personen angesteckt hatten.

72 Prozent der neuen Infektionsfälle italienweit wurden in der Lombardei gemeldet. Die Region steht mit Ligurien und Piemont nach wie vor unter Beobachtung der Gesundheitsbehörden.

Daher beschloss der lombardische Präsident Attilio Fontana, verlängerte Sicherheitsmaßnahmen. „Die Lombarden werden noch mit der Hitze Ende Juni Mundschutz tragen müssen, doch wir dürfen im Kampf gegen die Epidemie nicht nachlassen“, sagte Fontana.

Laut Oberstem Gesundheitsinstitut ISS sterben weniger Frauen an Covid-19, sie infizieren sich jedoch mehr als Männer. 54 Prozent der auf Sars-Cov-2 in Italien positiv getesteten Patienten sind derzeit Frauen, ihre Zahl ist seit März steigend. Hatten sich im März lediglich 39,7 Prozent der Frauen angesteckt, so wuchs diese Zahl im April auf 49,3 Prozent. Im Mai waren 53,7 Prozent aller Infizierten Frauen, und im Juni sind es 54,2 Prozent.


Italien hat mit Deutschland, Frankreich und den Niederlanden mit dem Pharmakonzern AstraZeneca einen Vertrag zur Versorgung der Europäer mit einem Impfstoff geschlossen.

apa