Das Gespräch sei ein „nützlicher Austausch“ gewesen, hieß es aus italienischen Regierungskreisen am Dienstag. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, die Bedeutung westlicher Geschlossenheit in einer Phase internationaler Krisen zu betonen. <BR /><BR />Meloni habe dabei erneut unterstrichen, dass Einheit „absolut notwendig“ sei. Den Angaben zufolge diente das Treffen auch dazu, offene Punkte der vergangenen Monate anzusprechen.<h3>Meloni: „Wir waren immer Freunde“</h3>„Wir waren immer Freunde“, sagte Meloni laut italienischen Medien zu Trump während der Beratungen. Neben ihnen standen der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sowie der Präsident des Europäischen Rates António Costa. Trump erwiderte scherzhaft: „Ich wurde verlassen!“ („I was abandoned!“). Meloni widersprach lächelnd: „Nein, das stimmt nicht.“<BR /><BR />In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu diplomatischen Spannungen gekommen. Hintergrund waren unter anderem unterschiedliche Positionen zur US-Außenpolitik im Nahen Osten sowie zur Rolle Italiens in militärischen Fragen. Dabei hatte Rom unter anderem eine Beteiligung an bestimmten Operationen abgelehnt, was in Washington kritisch aufgenommen worden war.<BR /><BR />Meloni betonte zuletzt, dass sie in Gesprächen mit Trump auch kontroverse Themen offen angesprochen habe. Freundschaft zwischen Staaten bedeute, Differenzen klar zu benennen, ohne die transatlantischen Beziehungen infrage zu stellen, hieß es aus ihrem Umfeld. Das Treffen in Évian wird von Beobachtern als Versuch gewertet, die Gesprächskanäle zwischen Rom und Washington trotz bestehender Differenzen stabil zu halten.