<b>Von Florian Mair</b><BR /><BR />Seit 2012 ist Christoph Schmid Schütze in Neumarkt – ohne jemals die Absicht gehabt zu haben, einmal an der Spitze dieses großen Verbandes zu stehen. „Eine lustige Geschichte: Ich saß zu Hause und habe meinen Eltern gesagt, dass ich den Schützen beitreten werde. Mein Bruder Maximilian war ebenfalls da und meinte spontan, dass er das auch machen wird – ohne dass wir uns abgesprochen hatten“, erzählt Schmid schmunzelnd. „Er ist Hauptmann in Eppan, ich bin Landeskommandant.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-74395125_listbox" /><BR /><BR />Vom einfachen Schützen dauerte es nicht lange, bis Christoph Schmid in die Führungsriege der Kompanie Neumarkt aufrückte. Bald war er dann in der Unterlandler Bezirksleitung ein gefragter Funktionär und schaffte schließlich den Sprung in die Bundesleitung, denn vor vier Jahren wurde er zum stellvertretenden Landeskommandanten gewählt. Und schon nach einer Periode übernahm er 2025 die Leitung als Landeskommandant. <h3> Engagiert in der Sache</h3>„Wir haben wirklich eine großartige Bundesleitung und hervorragende Kompanien“, sagt Schmid. „Wir verfügen über ein gutes Programm, das wir Schritt für Schritt umsetzen. Die Themen werden leider nicht weniger, zu denen wir Stellung beziehen müssen. Aber wir sind gut aufgestellt und gehen alles mit viel Schwung und mit großer Motivation an.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302663_image" /></div> <BR />Besonders wichtig sei ihm, die anstehenden Themen sorgfältig und vor allem verantwortungsbewusst anzugehen – für eine gute Zukunft Südtirols. „Unser Auftrag als Schützen und Marketenderinnen ist klar: weiterhin das Gewissen des Landes zu sein“, betont der 46-Jährige. „Wir setzen uns für die deutsch- und ladinischsprachige Volksgruppe ein, behalten Entwicklungen im Blick und greifen ein, wenn es nötig ist.“<BR /><BR />Die vergangenen 100 Jahre seien für Südtirol alles andere als einfach gewesen. Dennoch habe sich die deutsche und ladinische Minderheit mit einer klaren Linie behauptet, weiterentwickelt und sei sogar gewachsen. „Die Welt ist auch in Südtirol angekommen – im Guten wie im Schlechten“, so Schmid. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302666_image" /></div> <BR />„Wenn wir auch künftig ein lebenswertes Südtirol erhalten wollen, braucht es klare Werte. Dafür stehen wir ein. Wenn es um die Rechte der Südtiroler geht, verstehen wir uns als Speerspitze.“ Themen wie leistbares Wohnen, Ehrenamt, die deutsche Schule oder Minderheitenrechte stehen dabei regelmäßig im Fokus der Arbeit.<BR /><BR /> „Überall dort, wo wir uns als Schützenbund eingebracht haben, ist auch Bewegung entstanden“, zieht der Landeskommandant zufrieden Bilanz.<h3> Familie, Natur und Pläne</h3>Was bleibt dem Landeskommandanten eigentlich an Freizeit? „Nicht viel“, sagt der 46-Jährige und lächelt. „Früher habe ich Hockey gespielt – aber das ist aus Zeit- und Altersgründen vorbei.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302669_image" /></div> <BR />Heute steht die Familie im Mittelpunkt: Zwischen einem viereinhalb Monate alten Baby und seinen drei „Gitschn“, von denen die älteste 14 Jahre alt ist, ist immer viel los. Wenn es die Zeit erlaubt, zieht es ihn in die Natur. Wandern gehört dazu, allerdings ohne extreme Touren. „Ein Extrembergsteiger bin ich nicht“, stellt der Schützen-Landeschef klar. „Vielleicht kommt das später einmal.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302672_image" /></div> <h3> Eine Leseratte</h3>Und auch das Lesen spielt eine wichtige Rolle in Schmids Leben, vor allem historische Themen – nicht nur über Südtirol und Tirol. Ebenso schätzt er gute Gespräche und gemeinsame Essen mit Freunden. „Der Austausch mit unterschiedlichen Meinungen hilft mir, objektiv zu sein und zu bleiben“, sagt er.<BR /><BR />In seiner Jugend spielte er Zither, hat das Instrument aber später beiseitegelegt. Zwei Wünsche möchte er sich für die Zukunft noch erfüllen: die Jagdprüfung abzulegen und wieder ein Instrument zu lernen – vielleicht Zither oder Gitarre. <BR /><BR />Auch das Singen bereitet ihm Freude; er ist Gründungsmitglied des Männergesangvereins in Neumarkt. „Leider bleibt kaum Zeit für Proben, was mir sehr leid tut“, bedauert er. „Unser Verein ist langsam gewachsen, und ich pflege gern das Tiroler Liedgut.“ Immer mit dabei ist er aber bei der „Maschggra“ in Neumarkt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302675_image" /></div> <BR />Wenn gefeiert wird, steht Schmid auch gerne selbst am Herd – etwa beim Laubenfest in Neumarkt. Reisen hat er viele unternommen, doch seit er Vater ist, sind sie kürzer geworden.<BR /><BR /> „Die Zeit für längere Reisen kommt sicher wieder – aber ich komme immer gerne nach Südtirol zurück. Es ist ein wunderschönes Land“, sagt er. Und wenn es die Zeit erlaubt, schnallt er sich auch gerne die Skier an. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302678_image" /></div> <BR />Aktuell beschäftigt ihn aber etwas Persönliches: Denn am 11. Juli heiratet Christoph Schmid seine Lisa Fratter in Pinzon.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302681_image" /></div> <BR /><BR /><embed id="dtext86-74395057_listbox" />