Das Land Südtirol hat in den vergangenen 30 Jahren 500 Millionen Euro ausgegeben, um Energieeinsparung und nachwachsende Energiequellen zu fördern. „Dank dieser Strategie gilt Südtirol heute auch im internationalen Kontext als KlimaLand“, berichtete der Generaldirektor der KlimaHaus-Agentur Ulrich Santa. Einen wesentlichen Beitrag dazu habe der Bausektor mit der Zertifizierung KlimaHaus geleistet. „Vor 16 Jahren wurde das erste KlimaHaus errichtet und zertifiziert. Heute sind wir bei fast 10.000 zertifizierten Gebäuden. Und mit der Einführung des KlimaHaus-Standards A für neue Gebäude sind wir auf der europäischen Marschroute für klimaneutrales Bauen vier Jahre voraus.“Generaldirektor Santa verwies auch auf den Rekord an Zertifizierungen im Jahr 2017, den neuen KlimaHaus-Standard A und die energetische Sanierung bestehender Bausubstanz und gab Enblick in die Entstehung und Tätigkeit der KlimaHaus-Agentur. Beispiele für nachhaltige Schulen und die Kennzeichen des Qualitätssiegels für Schulgebäude in Südtirol und anderswo schilderte Mariadonata Bancher von der KlimaHaus-Agentur. Über die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude referierte Martina Demattio. Schließlich wurde noch das Programm KlimaGemeinde erläutert, das Gemeinden Schritt für Schritt bei der Erstellung und Umsetzung eines nachhaltigen Energiemanagementplans unterstützt und für besonders fortschrittliche Gemeinden eine KlimaGemeinde-Zertifizierung vorsieht.Auf die theoretischen Ausführungen am Montag folgten am Dienstag die praktischen Beispiele. So wurden der neue im KlimaHaus-Standard B errichtete Kinderhort und Kindergarten in der Kaiserau in Bozen und die Baustelle in der Bozner Cagliari- und Palermo-Straße besucht, wo Wohngebäude des Wohnbauinstituts über das EU-Projekt „Sinfonia“ energetisch saniert werden.lpa/stol