Soweit Palermo frühere Auffassungen nicht um 180 Grad geändert habe, könnten diese mit der traditionellen Position der SVP nicht vereinbar sein. „Das müsste die SVP vom Toponomastik- Gesetz her wissen: Palermo war ein klarer Gegner selbst dieser ‚Kompromissregelung‘, die von der Süd-Tiroler Freiheit nach wie vor als schändlich beurteilt wird“, so die Landtagsabgeordnete. Die SVP mache sich durch den Pakt mit dem PD zu einem Anhängsel einer Staatspartei, die immer die Interessen des Staates und nicht jene Südtirols vertreten werde.„Palermo bezeichnet sich selbst als Föderalisten, aber man weiß, welch geringen Stellenwert der Föderalismus im Staat Italien und auch in der Staatspartei PD hat.“ Die SVP bewege sich in eine Richtung, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen sei, betont Klotz; "drittes Autonomiestatut" und "neue Autonomie" würden höchste Gefahren bergen.Gerade mit der Forderung danach sei seitens der Kräfte des PD immer die Forderung nach Abschaffung bzw. nochmaliger Aufweichung von Proporz und Sprachgruppenerklärung einhergegangen. „Und haben PD und Francesco Palermo gegen die tägliche Missachtung des Rechtes auf Gebrauch der Muttersprache je etwas unternommen?“, so Klotz.Mit diesem Pakt mache die SVP einen weiteren Schritt nicht nur zur politischen, sondern auch geistig- kulturellen Einverleibung in Italien.„Damit erteilt sie ihrem Gründungsprogramm eine weitere Absage und steht damit fortan für das schrittweise Aufgehen der Tiroler Identität in der staatlich italienischen“, kritisiert die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit abschließend.