In einem Schreiben an Regierungskommissar Vito Cusumano fordert die Vereinigung diesen daher auf, das Gesetz vom Verfassungsgerichtshof prüfen zu lassen. <BR /><BR />Die förmliche Mitteilung wurde zudem zur Information u.a. an das Ministerium für Tourismus sowie an das für regionale Angelegenheiten in Rom gerichtet. Denn bei der Maklervereinigung ist man überzeugt, dass mit der Neuregelung Einschränkungen und Zwänge eingeführt wurden, „die offenkundig im Widerspruch zur Verfassung und zum geltenden staatlichen Recht stehen und die dem Land Südtirol zuerkannten Kompetenzen überschreiten“.<BR /><BR />Konkret führt die Vereinigung etwa das Verbot von Zweigstellen für Vermittlungstätigkeiten, „willkürlich auferlegte berufliche Qualifikationen“ und das Verbot von Mehrfachlizenzen in verschiedenen Gemeinden an. Kritisch sieht man auch die erzwungene Schließung von Betrieben, sollte dieser ohne die vorgeschriebenen Voraussetzungen geführt werden, „ganz zu schweigen von der absurden rückwirkenden Anwendung der neuen Bestimmungen.“ <BR /><BR />Denn für die Privatzimmervermieter gelten Voraussetzungen wie etwa die Ausübung der Tätigkeit im selben Gebäude, in dem der Wohnsitz der Person bzw. der Rechtssitz des Unternehmens gemeldet ist, nicht nur ab dem Inkrafttreten des Gesetzes, sondern rückwirkend für jene Meldungen, die seit dem 17. August 2022 erfolgt sind – also nach Inkrafttreten der gesetzlichen Grundlage zur Bettenobergrenze im Landesgesetz für Raum und Landschaft.<BR /><BR />Da man als Maklervereinigung, so erläutert Perseghin, das Gesetz nicht selber anfechten könne, sondern lediglich mit konkreten Einzelfällen vor das Verwaltungsgericht ziehen, habe man sich zu dem Schritt über den Regierungskommissar entschieden. Denn der Maklervereinigung geht es darum, zu erreichen, dass Rom das Landesgesetz anficht. <BR /><BR />Und von noch etwas ist Perseghin überzeugt: „Das Problem des leistbaren Wohnens wird mit dieser Regelung nicht gelöst. Es handelt sich ja um freie Wohnungen, nicht um konventionierte. Um die Mietpreise zu senken, muss man Maßnahmen finden, um die Immobilienpreise zu senken“, sagt er. <BR /><BR />Von Landesrat Luis Walcher gab es dazu gestern „keinen Kommentar“.